Kategorie: FA Amateurmeteorologie

Alle News des FA Amateurmeteorologie

Polarbanden

Dies ist ein früher verwendeter Begriff für parallel verlaufende Cirruswolken-Streifen, die in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet sind. Da die Ursache dieser streifenförmigen Ausrichtung lange unklar war, wurde vor allem Anfang des 20. Jahrhundert zur besonderen Beobachtung und Dokumentation dieses Phänomens im Zusammenhang mit dem Wetterverlauf aufgerufen. Die Seite “museum-digital:brandenburg” enthält u.a. eine Sammlung von historischen Arbeitsanleitungen zum

Wolkenmeer und Wolkenfall

Als Wolkenmeer bezeichnet man eine oft kompakte Wolkendecke, die sich unterhalb eines Beobachters befindet. Es bildet sich im Allgemeinen bei Hochdruckwetterlagen, wenn sich bei einer Temperaturinversion die schwere Kaltluft in den Tälern sammelt. Die Luftfeuchtigkeit kann dabei den Sättigungspunkt erreichen und Kondensation führt zu einer gleichmäßigen Stratocumulus-, Stratus- oder Nebeldecke. Über dieser Schicht ist die Luft

Gefallene Niederschläge

Konvektive Niederschläge

Regenschauer

Regenschauer fallen aus konvektiver Bewölkung, oft Cumulonimbus, und stellen meist das Schmelzprodukt fester Niederschlagsformen dar. Leichte Regenschauer können auch bei hochreichenden Cumulus-Wolken (congestus) beobachtet werden.

Intensitäten

Schneeschauer

Schneeschauer ist eine Niederschlagsart der kälteren Jahreszeit, in der die 0 °C-Grenze weniger als 300 m über Grund liegt. Die Labilitätsenergie und damit

Asperitas

Asperitas ist eine hauptsächlich an Stratocumulus und Altocumulus auftretende Sonderform und sieht von unten betrachtet aus, wie eine aufgeraute wellige Meeresoberfläche.

Homomutatus

“homo” (lat. Mensch) und “mutatus” (lat. mutiert aus)

Mit Homomutatus werden Wolken beschrieben, die aus einer menschlichen Quelle entstanden sind (Homogenitus), sich aber zu einer natürlichen Wolke entwickelt haben. So werden Kondensstreifen von Flugzeugen nach einer gewissen Zeit von Höhenwinden deformiert und gehen nach und nach in Cirrus über. Dann werden sie als als normaler

Homogenitus

“homo” (lat. Mensch) und “genitus” (lat. entstanden aus)

Homogenitus beschreiben Wolken, die aus menschlichen Quellen, wie beispielsweise Kraftwerken entstehen. Diese werden als Cumulus homogenitus (Cu hogen) oder Stratus homogenitus (St hogen) klassifiziert.

Auch Kondensstreifen von Flugzeugen und Triebwerken gehören zum Wolkentyp Homogenitus. Sie entstehen durch den aus den Antrieben ausgestoßenem Wasserdampf (Oxidationswasser) und sonstigen kondensierbaren Abgasbestandteilen

Silvagenitus

“silva” (lat. Wald) und “genitus” (lat. entstanden aus)

Dieser Wolkentyp bildet sich über Waldgebieten mit hoher relativer Luftfeuchtigkeit durch Verdunstung (Wasser wird zu Wasserdampf) oder Evapotranspiration (Verdunstung von Wasser aus Pflanzenblättern und Erde) nach Niederschlag oder über einem Küstengebirge.

Silvagenitus kommt überwiegend als Stratus (St sigen) vor, da dieser durch einen erzwungenen Anstieg des Taupunkts

Flammagenitus

„flammagenitus“ (lat.: aus Flammen geboren)

Flammagenitus, früher auch Pyrocumulus beschreibt stark rußhaltige Wolken, die durch starke Erhitzung der Erdoberfläche infolge von Vulkanausbrüchen, Waldbränden oder Industrieabgasen entstehen und zumindest teilweise Wassertropfen enthalten. Die atmosphärische Luftfeuchtigkeit und die verdampfenden Wassermengen aus Wald- und Buschbränden oder Vulkanen kondensiert an den mit aufsteigenden Ascheteilchen. Am häufigsten entsteht Cumulus (Cu flgen),

Cataractagenitus (Gischtwolke)

„cataracta“ (lat.: Wasserfall) und „Genitus“ (lat.: entstanden aus)

In der Nähe großer Wasserfälle können sich durch die Gischt lokal Wolken bilden. Der durch das fallende Wasser verursachte Abwind wird durch lokal aufsteigende Luftbewegung ausgeglichen. Die meist konturlose Gischtwolke direkt am Wasserfall wird dem Wolkentyp Stratus zugeordnet (St cagen), seltener entsteht durch Kondensation auch Cumulus (Cu cagen).

Saharastaubschlieren

Wenn ein kräftiges Tief über der Sahara den Staub bis in große Höhen aufwirbelt und mit einer südlichen Höhenströmung nach Deutschland transportiert, können hierzulande Saharastaubwolken entstehen. Zum einen kann der Staub selbst schlierig-wolkenartige dünne Gebilde an den Himmel zaubern, die vor allem bei tief stehender Sonne zu sehen sind und häufig in gelborangenes Licht getaucht werden.