AG Skywarn im FA Amateurmeteorologie
Immer wieder werden Ortschaften in Deutschland von schweren Unwettern mit Orkanböen, Sturzfluten, Großhagel oder einem Tornado getroffen. Sie verursachen Situationen mit Lebensgefahr und teilweise immense Schäden. Mithilfe eines präzisen Warnmanagements lassen sich die Schäden zwar nicht verhindern, jedoch verringern.
Vor diesem Hintergrund wurde Skywarn Deutschland e.V. im Jahr 2003 als gemeinnütziger Verein gegründet. Die Idee: Nach US-amerikanischem Vorbild sollte ein Netzwerk von ehrenamtlichen Wetterbeobachtern („Spotter“) in Deutschland aufgebaut werden. Beobachtet ein Spotter ein Unwetter, dessen Begleiterscheinung eine bestimmte Intensitätsschwelle überschreitet, meldet er unmittelbar das aktuelle Geschehen über ein dafür aufgebautes Meldesystem. Ein wichtiger Abonnent dieser Meldungen ist der Deutsche Wetterdienst. Seine Warnmeteorologen erhalten die Vor-Ort-Beobachtung binnen weniger Augenblicke und haben damit eine zusätzliche Informationsquelle, um Unwetterwarnungen schnell anpassen zu können. Aber auch andere Wetterdienste und Privatleute profitieren von den Unwettermeldungen. So erhöht sich die Vorlaufzeit für Betroffene, sich selbst und das eigene Hab und Gut rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Auch in Zeiten, in denen jeder durch Soziale Medien und Crowdsourcing Unwetterereignisse melden kann, bleiben die Spotter von Skywarn eine verlässliche Datenquelle, denn sie werden in einem eigenen Schulungscenter aus- und weitergebildet.
Nach der Gründung des Fachausschusses Amateurmeteorologie in der DMG wuchs in den letzten Jahren die Idee heran, Skywarn Deutschland in den Fachausschuss zu integrieren. Dies ist wurde mit einer Auflösung von Skywarn Deutschland als eigenständiger Verein und der Gründung einer AG Skywarn innerhalb des FA AmMet vor wenigen Monaten Realität. Als Teil der DMG kann Skywarn noch besser Wissen über konvektive Wetterereignisse und -gefahren vermitteln.
Text: Patrick Wagner
Bild: Katrin Bort
