Sektion BB – Exkursionsbericht 2024

Der Begriff Nachhaltigkeit taucht erstmals 1713 in einer forstwirtschaftlichen Abhandlung auf, der ‚Sylvicultura oeconomica‘ von Carlowitz. In Eberwalde nordöstlich von Berlin wurde 1830 die Höhere Forstakademie angesiedelt, seit 1992 wird im Kontext einer Fachhochschule und seit 2010 als Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) gelehrt. Wir – 11 interessierte DMGBBler – werden von Prof. Martin Welp, dem Leiter des Fachgebietes Sozioökonomie und Kommunikation, begrüßt und mit einführenden Infos versorgt (fachliche Gliederung der HNEE, 20 Studiengänge, 2300 Studierende, 65 Lehrkörper). Weitere Vorträge haben die Verbesserung der Energieeffizienz im Bausektor (Dilfuza Yuldasheva, ,Klimahaus‘) sowie das sozialökologische Waldmanagement unter Beachtung klimatischer Veränderungen zum Thema (Christoph Nowicki). Der Forstbotanische Garten erstreckt sich auf einer Fläche von heute insgesamt 32 ha (8 ha Arboretum, 20 ha Erweiterungsfläche, 4 ha Versuchsgarten). Dort wird der Fokus auf die wissenschaftliche Untersuchung des Miteinanders von Gehölzen in Abhängigkeit der Umgebungsbedingungen gelegt (Ansprechperson: Dr. Bernhard Götz). An der Forstökologischen Versuchsstation Britz (Ansprechperson: Marko Natkhin) verbaute man Anfang der 1970er Jahre Lysimeter 5 bis 6 m unter der Grasnarbe, pflanzte typische Bäume (9 Bestände) und misst seitdem möglichst alles, was für die Wasserbilanz des bewaldeten Ökosystems relevant ist und beobachtet Änderungen. Fazit: An der HNEE kann man sich für nachhaltige Lösungen für die künftige Bewirtschaftung des Naturraumes ausbilden lassen.

Text: Ralf Becker
Bilder: siehe 📸