Exkursion Hohenpeißenberg

Am 25. April führte die Exkursion der DMG Sektion München zum meteorologischen Observatorium Hohenpeißenberg. Entstanden aus der ältesten Bergwetterstation der Welt hat das Observatorium die längste Temperaturmessreihe einer Bergstation ab 1781. Diese lange Temperaturmessreihe zeigt den anthropogenen Temperaturanstieg sehr deutlich. Die anthropogenen Einflüsse auf die atmosphärische Zusammensetzung ist auch eines der Hauptforschungsgebiete des meteorologischen Observatoriums. So verfolgt man hier mit einer über 50-jährigen Ozonmessreihe den Abbau der Ozonschicht und deren langsame Erholung in den 1990er Jahren nach dem Montreal Protokoll über die Verwendung von ozonabbauenden Substanzen. Im Rahmen des europäischen Integrated Carbon Observation Systems (ICOS) werden Klimagaskonzentrationen gemessen. Diese Messdaten werden im Global Atmosphere Watch Programm (GAW) der WMO zusammengeführt. Zu diesem Programm tragen auch die Messungen von Kohlenwasserstoffen und des Hydroxyl-Radikals bei. Das Observatorium Hohenpeißenberg betreibt darüber hinaus ein Forschungsradar, an dem neue Hardwarekomponenten und Signalverarbeitungsverfahren für den Radarverbund der Wetterradare des @deutscherwetterdienst (DWD) in Deutschland erprobt werden können.

Foto 1: Teilnehmer:innen auf dem Weg zum Observatorium, vorbei an der Ballonhalle und dem meteorologischen Messfeld.

Foto 2: Die 40 Exkursionsteilnehmer:innen folgen gespannt dem Übersichtsvortrag.

Foto 3: Auf der Dachplattform gibt es nicht nur die verschiedenen Lufteinlasssysteme für das Labor im darunterliegenden Stockwerk zu bestaunen, sondern auch die fantastische Aussicht.

Text: Bastian Kern (gekürzt von Almut Alexa)
Fotos: Bastian Kern