Paulus-Preis für die beste Arbeit auf dem Gebiet der Geschichte der Meteorologie

Renate und Dr. Rudolf Paulus haben auf der Deutschen Meteorologen Tagung 1998 einen Preis für die beste Arbeit auf dem Gebiet der Geschichte der Meteorologie im deutschen Sprachraum ausgesetzt. Er soll deutschsprachige Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen dazu anregen, sich mit der Geschichte der Meteorologie zu beschäftigen.

Die Arbeit muss durch Auswertung historischer Quellen zu Stande gekommen sein. Arbeiten, die den Zusammenhang der Entwicklung der Meteorologie mit der allgemeinen geschichtlichen Entwicklung darstellen oder sich mit der Entwicklung der Meteorologie vor 1900 befassen, werden bevorzugt. Die zu berücksichtigenden Arbeiten müssen seit der jeweils letzten Verleihung abgeschlossen worden sein.

Die Auszeichnung, die aus einem Preisgeld und einer Urkunde besteht, soll in dreijährigem Zyklus verliehen werden. Vorschlagsberechtigt sind alle DMG-Mitglieder. Eigene Meldungen sind nicht zugelassen.

Die Träger werden von einem Verleihungskomitee ausgewählt, das aus dem Vorsitzenden des Fachausschusses Geschichte der Meteorologie (FAGEM) und seinem Stellvertreter besteht.

Preisträger

2001 Dr. habil. Stefan Emeis, Fraunhofer Institut, Garmisch-Patenkirchen für seine Arbeiten zur Meteorologie im 18. Jahrhundert.

2004 Dr. Joachim Pellkowski für seine Gedenkschrift zu Gustav Hellmanns 150. Geburtstag.

2007 Dr. Hans Steinhagen für seine Biographie “Der Wettermann” zum Leben und Werk Richard Aßmanns.

2010 Lothar Griebel und Rudolf Ziemann für ihre 10jährige Sichtung und Ordnung des Schriftgutes des Meteorologischen Dienstes der DDR (1945-1990) und dessen Übergabe an das Bundesarchiv Berlin.

2013 Gerhard Stöhr und Rainer Holland für ihre vorbildliche Dokumentation über „Thermometer, Skalen und deren Väter”.

2016  Dr. Peter Winkler für seine wissenschaftshistorische Untersuchung über die Dampfdruckmessungen am Hohenpeißenberg von 1841-1867.

Zweierkomitee zur Verleihung des Paulus-Preises
PD Dr. habil. Cornelia Lüdecke, München (Vorsitz)
Dr. Michael Börngen, Leipzig

Ordnung zur Vergabe des Paulus-Preises für Arbeiten aus der Geschichte der Meteorologie

Renate und Dr. Rudolf Paulus gaben der DMG ein Kapital, aus dessen Ertrag ein Preis für Arbeiten aus der Geschichte der Meteorologie vergeben werden soll. Dies geschah erstmals 2001. Prämiert werden sollen hervorragende wissenschaftliche Arbeiten aus dem deutschsprachigen Raum auf dem Gebiet der Geschichte der Meteorologie, die durch Auswertung historischer Quellen zustande gekommen sind. Arbeiten, die den Zusammenhang der Entwicklung der Meteorologie mit der allgemeinen geschichtlichen Entwicklung darstellen oder sich mit der geschichtlichen Entwicklung der Meteorologie vor 1900 befassen, sowie Arbeiten von jüngeren Autoren, werden bevorzugt. Die zu berücksichtigenden Arbeiten müssen seit der jeweils letzten Verleihung abgeschlossen worden sein.

  • Der Preis für Arbeiten aus der Geschichte der Meteorologie soll in dreijährigem Zyklus, möglichst während der DACH Meteorologentagung, verliehen werden. Der Preis kann Einzelpersonen oder Arbeitsgruppen verliehen werden. Er kann auch geteilt werden, falls mehrere gleich preiswürdige Arbeiten vorliegen. Er wird nicht verliehen, wenn keine preiswürdige Arbeit vorliegt. Von der Verleihung des Preises ausgeschlossen sind der Vorsitzende des DMG-Fachausschusses “Geschichte der Meteorologie (FA GEM)”, sein Stellvertreter sowie der Erste Vorsitzende der DMG.
  • Die Verleihung des Preises für Arbeiten aus der Geschichte der Meteorologie wird in den Mitteilungen DMG ausgeschrieben. Vorschlagsberechtigt sind alle Mitglieder der DMG. Eigene Meldungen sind nicht zugelassen
  • Über die Vorschläge entscheiden der Vorsitzende des FA GEM und sein Stellvertreter. Sie geben ihren Beschluss dem Ersten Vorsitzenden der DMG bekannt. Bei schwerwiegenden Bedenken, die zu begründen sind, kann der Erste Vorsitzende der DMG den Vorschlag an die Vorsitzenden des FAGEM zurückgeben. In diesem Fall ist das Auswahlverfahren erneut durchzuführen. Diese Kandidaten sind vom Vorsitzenden der DMG zu akzeptieren.
  • Die Auszeichnung besteht aus einer Urkunde und einem Preisgeld, über dessen Höhe das Präsidium der DMG entscheidet. Die Urkunde wird vom Ersten Vorsitzenden der DMG und dem Vorsitzenden des FAGEM gemeinsam unterschrieben.
  • Die Namen der Preisträger und die Würdigung werden nach der Preisverleihung auf der Internetseite der DMG und in den Mitteilungen DMG bekanntgegeben.
  • Sollten Umstände eintreten, die einer Weiterführung der Auslobung des Preises für Arbeiten aus der Geschichte der Meteorologie oder der Weiterverwaltung des Kapitals entgegenstehen, so geht das Kapital einschließlich erzielter Gewinne sowie eventueller  Aufstockungsbeträge an die DMG über. Es ist dann für Zwecke der Unterstützung der geschichtlichen Aufarbeitung rund um die Meteorologie zu verwenden.