FACHAUSSCHUSS
Biometeorologie

Veranstaltungen

Ankündigung

10. BIOMET Tagung vom 17.-19. November 2020 in Offenbach

Tagungsort: Zentrale des Deutschen Wetterdienstes, Offenbach

Termine: 

bis zum 31.03.2020: Einreichung von Beiträgen (Vortrag oder Poster)
bis zum 30.06.2020: Entscheidung über Annahme der Beiträge
bis zum 31.08.2020: Bereitstellung der extended abstracts der Beiträge für den Tagungsband (erscheint in der Reihe “Annalen der Meteorologie)

Einreichung von Beiträgen

per E-Mail an biomet2020@dmg-ev.de mit Angabe der gewünschten Session

 

Themenübersicht:

Phänologie: Prof. Dr. Chmielewski, Fr. Dr. Koppe

Phänologie als Anzeiger des Klimawandels

Tiere, Pflanzen und Ökosysteme reagieren sensibel auf den Klimawandel. Beiträge, die sich mit den Änderungen in der Saisonalität bestimmter phänologischer Phasen basierend auf Bodenbeobachtungen, Satellitendaten und historischen Datenquellen befassen, sind in der Session genauso willkommen wie Modellierungen zu Änderungen in der Zukunft.

Schwerpunkte sind u.a.:

  • Untersuchung und Bewertung von saisonalen Veränderungen von phänologischen Phasen,
  • Auswirkungen des langfristigen Klimawandels oder einzelner Extremereignisse auf die Phänologie,
  • Anwendungen auf Basis von phänologischen Informationen,
  • Studien, die unser Verständnis darüber verbessern, wie sich saisonale Veränderungen auf den Kohlenstoffhaushalt und Rückkopplungen von Atmosphäre und Biosphäre auswirken, und die Phänologie in Erdsystemmodelle integrieren.
  • Bedeutung „crowd sourcing“ und „citizen science“ bei der Erfassung phänologischer Daten

Wälder in Klimawandel: Prof. Dr. D. Schindler, Prof. Dr. Eichhorn

Wälder sind ein wesentlicher Bestandteil des globalen Klimasystems. Durch ihren intensiven Austausch von Energie, Wasser, Stoffen und Impuls mit der Atmosphäre sind die Klima- und die Waldentwicklung von der lokalen bis zur globalen Skala langfristig miteinander gekoppelt.

Wälder sind somit meist an das rezente Klima angepasst. Durch den derzeit ablaufenden Klimawandel wird ihre natürliche Anpassungsfähigkeit auf eine harte Probe gestellt. Schneller als erwartet verändert sich ihre klimatisch bedingte Verbreitung, ihre Artenzusammensetzung, ihr Wuchsverhalten und ihr CO2-Senkenpotential. Nicht nur die mittleren Veränderungen von Klimagrößen sondern auch Extremereignisse vermindern die Vitalität von Wäldern. Vielfach sind es auch Witterungsmerkmale, die zu einem veränderten Auftreten von abiotischen und biotischen Risiken für die Wälder führen.

Themen für das Themenfeld: Meteorologische und klimatologische Untersuchungen in Wäldern, theoretische meteorologische Methoden und ihre Anwendung in Wäldern, Auswirkungen des Klimawandels auf Wälder, Risiken für die Vitalität der Wälder, Anpassung von Wäldern an den Klimawandel, Wasser- und Stoffhaushalt, abiotische und biotische Gefahren, forstliches Monitoring

Anpassung der Städte an den Klimawandel: Fr. Dr. Lee, Prof. Dr. Rötzer:

Der regionale Klimawandel mit den darin vermehrt auftretenden und intensiveren Extremwetterereignissen stellt vor dem Hintergrund der zunehmenden Urbanisierung eine der größten Herausforderungen für die Städte im 21. Jahrhundert dar. Dies gilt auch für die Städte Mitteleuropas, die besonders vulnerabel gegenüber Extremereignissen sind. Für die dadurch notwendigen Anpassungsstrategien sind quantifizierte Konzepte unter Einbeziehung von grüner und blauer Infrastruktur erforderlich, um durch den Übergang von “science into practice” klimaresiliente Städte entstehen zu lassen.

Für diese Session sind Beiträge zu Themen erwünscht, die unter umweltmeteorologischen Aspekten für die Zielgruppe Stadtbevölkerung in den Handlungsfeldern Stadtplanung und Management relevant sein sollten. Dabei handelt es sich insbesondere um: Inhalte, Umsetzungen, Erfolge und Defizite von Anpassungskonzepten in Städten, Bedeutung von Anpassungskonzepten im planerischen Abwägungsprozess, Tools zur Entwicklung von Anpassungskonzepten, human-biometeorologische Bewertung von blau-grüner Infrastruktur in Städten, Anforderungen an blau-grüne Infrastruktur als Bestandteil von Anpassungskonzepten, planerischer Umgang mit Starkniederschlägen.

Mensch im Klimawandel:  Dr. Goldberg, Fr. Dr. Jänicke

Der Mensch ist nicht nur verantwortlich für den anthropogenen Klimawandel, sondern auch direkt im täglichen Leben vom Klimawandel betroffen. Für die Session werden wissenschaftliche und anwendungsorientierte Beträge gesucht, die das komplexe Themenfeld aus verschiedensten Disziplinen untersuchen. Kernfragen dabei sind: Wie lässt sich die anthropogene Treibhausgasemission messen, verändern und bewerten? Welche Folgen und Risiken ergeben sich für die menschliche Gesundheit im Klimawandel? Welche neuen und innovativen Ansätze gibt es, um sich dem komplexen Themenfeld zu nähern?

Landwirtschaft und Tierhaltung im Klimawandel: Prof. Dr. Schauberger, Fr. Dr. Moffat

Die Sicherstellung der Ernährung einer weiter zunehmenden Weltbevölkerung stellt eine der größten Herausforderungen des Klimawandels dar. Neben dem Pflanzenbau ist auch die Tierhaltung im Freiland und in Stallungen davon betroffen.

Die Themen dieser Session umfassen:

  • Auswirkungen von Klimaveränderungen und Witterungsextremen auf Agrarökosysteme und deren Wasserhaushalt
  • Folgen der durch den Temperaturanstieg verursachten phänologischen Veränderungen, Verschiebungen von Anbauregionen, Ausbreitung von Pflanzenkrankheiten & -schädlingen; Risiken durch Wind- und Wassererosion
  • Auswirkungen der globalen Erwärmung auf Nutztiere und geeignete Minderungsmaßnahmen, Anpassungen einer nachhaltigen Landwirtschaft und Tierhaltung an den Klimawandel, Auswirkungen von Emissionen auf die Luftqualität
  • Mögliche Beiträge von Landwirtschaft und Tierhaltung zum Klimaschutz

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