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zu bereits stattgefundenen Veranstaltungen
2012
Termin: Dienstag, den 17. April 2012 um 16:30 Uhr im Seewetteramt, Bernhard-Nocht-Str. 76, Hamburg
Vortrag: Herr Dr. Klaus Peter Koltermann, Leiter des Laboratoriums für die Bewertung
von Naturrisiken in der Küstenzone NRAL, Moscow State University, Moskau, Russland
Thema: Naturrisiken in der Küstenzone: Bemessung, Bewertung, Minderung
Termin: Dienstag, den 06. März 2012 im Seewetteramt, Bernhard-Nocht-Str. 76, Hamburg
um 14:30 Uhr: Mitgliederversammlung 2012 des Zweigvereins Hamburg
um 16:30 Uhr: Vortrag von Herrn Prof. Dr. Helmut Mayer, Met. Inst. der Albert-Ludwigs-Univ. Freibung
Thema: Urbane Human-Biometeorologie - ein gefragter interdisziplinärer Teilbereich der Meteorologie
Termin: Dienstag, den 07. Februar 2012 um 16:30 Uhr im Hörsaal des Seewetteramtes
Vortrag: Herr Prof. Dr. Douglas Maraun, GEOMAR - Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, Kiel
Thema: Interne Klimaschwankungen von mittleren und extremen Niederschlägen auf regionalen bis kontinentalen Skalen
Termin: Dienstag, den 24. Januar 2012 um 17:00 Uhr in der Leibniz-Universität Hannover
Vortrag: Herr Dr. Geir Braathen, Atmospheric Environment Research Division, WMO, Genf
Thema: Atmospheric Composition Observations: Do we need ground-based Measurements?
Termin: Dienstag, den 10. Januar 2012 um 16:30 Uhr im Hörsaal des Seewetteramtes
Vortrag: Herr Prof. Dr. Andreas Macke, Leibniz-Institut für Troposhärenforschung, Leipzig
Thema: 4 Jahre maritime Atmosphärenforschung auf FVS Polarstern - Stand der Dinge und Aussichten
2011
Termin: Dienstag, den 06. Dezember 2011 um 16:30 Uhr im Hörsaal des Seewetteramtes
Vortrag: Herr Dr. Hartmut Heinrich, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hambug
Thema: Der Meeresspiegelanstieg im Klimawandel: Nach uns die Sintflut?
Termin: Dienstag, den 25. Oktober 2011 um 16:30 Uhr im Hörsaal des Seewetteramtes
Vortrag: Herr Dipl. Met. Theodor Mammen, Deutscher Wetterdienst, Hamburg
Thema: Die neuen Radarsysteme im Deutschen Wetterdienst
Termin: Dienstag, den 28. Juni 2011 um 16:30 Uhr im Hörsaal des Seewetteramtes
Vortrag: Frau Dipl. Ozeanogr. Ingrid Bork, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg
Thema: Entwicklung eines operationellen Modells der Unterelbe (OPTEL)
Termin: Freitag/Samstag,den 13./14. Mai 2011 in Hannover
Fortbildungsveranstaltung 2011 des ZV Hamburg im Institut für Meteorologie und Klimatologie
der Universität Hannover mit folgendem Programm
Termin: Dienstag, den 5. April 2011 um 16:30 Uhr im Hörsaal des Seewetteramtes
Vortrag: Frau Dr. B. Früh, Deutscher Wetterdienst, Offenbach
Thema: Regionale Klimamodellierung mit COSMO-LCM beim DWD
Termin: Dienstag, den 8. März 2011 um 14:30 Uhr im Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
um 14:30 Uhr: Mitgliederversammlung 2011 des Zweigvereins
um 15:30 Uhr: Vortrag von Herrn Dipl.-Met. W.J. Müller, ehemals Nieders. Landesamt für Ökologie, Hannover
Thema: Erfahrungen aus EU Twinning Projekten zur Luftqualität -
Auf dem Weg zu besserer Umweltqualität in Europa
Termin: Dienstag, den 8. Februar 2011 um 15:30 Uhr im Seewetteramt
Vortrag: Herr Prof. Dr. R. Raasch, Institut für Met. und Klim., Uni. Hannover
Thema: Hochauflösende Grobstruktursimulation atmosphärischer Grenzschichtströmungen auf Massivparallelrechnern
Termin: Dienstag, den 11. Januar 2011 um 15:30 Uhr im Seewetteramt
Vortrag: Frau Dr. Elisabeth Rudolph, Bundesanstalt für Wasserbau, Hamburg
Thema: Sensitivitässtudie für die 5. Allerheiligenflut im Emsästuar vor dem Hintergrund eines möglichen Klimawandels
2010
Termin: Dienstag, den 07. Dezember 2010 um 15:30 Uhr im Seewetteramt
Vortrag: Herr Dipl. Ozeanogr. Klaus Strübing, ehem. Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrologie, Hamburg
Thema: 50 Jahre Satelliten-Meereiserkundung
Termin: Dienstag, 16.11.2010 um 15:30 Uhr im Seewetteramt
Vortrag: Herr Dipl.-Met. Manfred Kurz, Neustadt an der Weinstraße
Thema: Und es regnet doch im Warmsektor!" - Ein kritischer Rückblick auf alte und neue Konzepte der Synoptik
Termin: Dienstag, 26. Oktober 2010 um 15:30 Uhr im Seewetteramt
Vortrag: Herr Dr. Martin Wild, Institute for Atmospheric and Climate Sciences
Thema: Global Dimming und Brightening: Dekadische Veränderungen im Strahlungshaushalt der Erde
Termin: Dienstag, den 22. Juni 2010 um 15:30 Uhr im Seewetteramt
Vortrag: Herr Dr. Reinhard Behrens, Hamburg
Thema: Macht Wetter Geschichte ?
Termin: Freitag/Samstag, den 28./29. Mai 2010 in Potsdam
Fortbildungsveranstaltung 2010 des ZV Hamburg
Besuch des Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) mit folgendem Programm
Termin: Dienstag, den 20. April 2010 um 15:30 Uhr im Seewetteramt
Vortrag: Herr Lars Lowinski, Institut für Wetter- und Klimakommunikation, Hamburg
Thema: Vorhersage von Schwergewittern und Tornados
Termin: Dienstag, den 16. März um 15:30 Uhr im Seewetteramt
Vortrag: Herr Dr. M. Meier, Swedish Meteorological and Hydrological Institut
Thema: Klimaszenarien für das 21. Jahrhundert - neue Ergebnisse basierend
auf einem regionalen gekoppelten Atmosphäre-Eis-Ozeanmodell für die Ostsee
Termin: Dienstag, den 16. Februar im Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Um 14:00 Uhr: Mitgliederversammlung 2010 des Zweigvereins
Um 15:30 Uhr: Vortrag von Herrn Jun.-Prof. Dr. L. Kaleschke, ZMAW, Hamburg
Thema: Der extreme Rückgang der Meereisfläche in den Jahren 2007 bis 2009
Termin: Dienstag, den 26. Januar um 15:30 Uhr im Seewetteramt
Vortrag: Herr Prof. Dr. D. Quadfasel, ZMAW, Hamburg
Thema: Argo: Ein internationales Programm zur Beobachtung des globalen Ozeans
Termin: Dienstag, den 12. Januar um 14:45 Uhr im Seewetteramt
Vortragende: Frau PD Dr. habil. Dr. Cornelia Lüdecke, Universität Hamburg
Thema: Alfred Wegeners Forschungsprogramm in Grönland 1906-1931
2009
Termin: Dienstag, den 8. Dezember um 14:45 Uhr
Vortragender: Herr Dr. Jan Haerter, Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg
Thema: Zusammenhang zwischen Niederschlagsintensität und Temperatur
Termin: Dienstag, den 17. November um 14:45 Uhr im Seewetteramt
Vortragender: Herr Dr. -Ing. H. Oerter, Alfred Wegener Institut für Meeres- und Polarforschung, Bremerhaven
Thema: Eisbohrkerne als Klimaarchiv
Termin: Dienstag, den 27. Oktober um 14:45 Uhr
Vortragender: Herr Prof. Dr. B. Fleischer, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Hamburg
Thema: Ausbreitung von Infektionskrankheiten durch Klimawandel?
Termin: Dienstag, den 15. September um 14:45 Uhr
Vortragender: Herr Prof. Dr. P. Lembke, Alfred Wegener Institut für Meeres- und Polarforschung, Bremerhaven
Thema: Klimaänderungen in den Polarregionen
Termin: Dienstag, den 7. Juli um 14:45 Uhr
Vortragender: Herr Prof. Dr. Burghard Brümmer, Meteorologisches Institut der Universität Hamburg
Thema: Zyklonen in der Arktis
Termin: Sonnabend und Sonntag, den 13. und 14. Juni 2009
Fortbildungsveranstaltung des Zweigvereins auf dem Brocken/Harz
Programm
Termin: Dienstag, den 12. Mai um 17:00 Uhr im Seewetteramt
Vortragender: Herr Prof. Dr. Klaus Wallmann, Leibnitz-Institut für Meereswissenschaften, IFM-GEOMAR, Kiel
Thema: Marine Gashydrate: Klima- Rückkopplungen und wirtschaftliche Nutzung
Termin: Dienstag, den 21. April um 14:45 Uhr
Vortragender: Herrn Prof. Dr. Volkmar Wirth, Institut der Physik der Atmosphäre, Univ. Mainz
Thema: Hurrikane und Klimawandel
Termin: Dienstag, den 10. März 2009 im Großen Hörsaal des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie
Mitgliederversammlung und Vortrag von Frau Prof. Dr. H. Schlünzen, MPI, Universität Hamburg
Themen der Mitgliederversammlung 2009
Thema des Vortrags:
Stadtklima Hamburg
Anschließend Sektempfang
Termin: Dienstag, den 3. Februar 2009
Vortragender:
Herr Dr. Axel Seifert, Deutscher Wetterdienst, Offenbach a. Main
Thema: Konvektionsauflösendes Wettervorhersagemodell
Termin: Dienstag, den 6. Januar 2009
Vortragender: Herr Dr. Johannes Quaas, Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg
Thema:
Wolken-Aerosol-Klima-Wechselwirkungen:
Analyse mit globalen Klimamodellen und Satellitenbeoachtungen
2008
Termin: Dienstag, den 4. Dezember 2008
Vortragender: Herr Dr.-Ing. Andreas Lange, Harzwasserwerke GmbH, Hildesheim
Thema:
Klimawandel im Westharz: Anpassung der Talsperrenbetriebspläne erforderlich?
Termin: Freitag, den 7. November 2008
Mitgliederversammlung der DMG 2008
Festveranstaltung zum 125. Jahrestag der Gründung der DMG in Hamburg
Termin: Freitag und Sonnabend, den 10. und 11. Oktober 2008
Fortbildungsveranstaltung des Zweigvereins auf Helgoland
Programm
Termin: Dienstag, den 3. Juni 2008 um 14:45 Uhr im Seewetteramt
Vortragender: Herr Prof. Dr. Gunther Seckmeyer,Institut für Meteorologie und Klimatologie, Universität Hannover
Thema:
Über die Variabilität der solaren Strahlung an der Erdoberfläche -
ändert sich etwas?
Termin: Dienstag, den 6. Mai 2008 um 14:45 Uhr im Seewetteramt
Vortragender: Herr Dr. Dirk A.M. Engelbart, Meteorologisches Observatorium Lindenberg
Thema:
Fernmessung von Wasserdampf und Wolken mit Lidar und Wolkenradar
am Meteorologischen Obervatorium Lindenberg
Termin: Dienstag, den 8. April 2008 um 14:45 Uhr im Seewetteramt
Vortragender: Herrn Prof. Dr. Eckhard Dege, Geographisches Institut der Universität Kiel
Thema:
Spitzbergen - Spurensuche nach 40 Jahren
Termin: Donnerstag, den 6. März 2008 im Seewetteramt ab 14:00 Uhr
Mitgliederversammlung und Vortrag von Herrn Dr. Ulrich Ebel, Swiss Re Germany AG
Themen der Mitgliederversammlung 2008
Thema des Vortrags:
Risiko Wetter - über den Umgang mit wetterbedingten Schäden in
der Rückversicherung
Anschließend Sektempfang
Termin: Dienstag, den 5. Februar 2008 um 16:15 Uhr im IFM-GEOMAR in Kiel
Vortragende: Frau Dr. Renate Hagedorn, EZMW, Reading/UK
Thema:
Die Zukunft der Wetter- und Klimavorhersage: Keine Vorhersage
ohne Vorhersage der Vorhersagbarkeit
Termin: Dienstag, den 8. Januar 2008 um 14:45 Uhr
Vortragender: Herrn Prof. A. Macke, IFM-Geomar
Thema:
Forschung auf dem Sonnendeck
2007
Termin: Dienstag, den 4. Dezember 2007
Vortragende:Frau Dr. Klein, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Thema:
Neues aus dem Argo-Projekt
Termin: Mittwoch, den 17. Oktober 2007
Vortragender: Herr Dr. Arno Behrens, GKSS - Institut für Küstenforschung, Geesthacht
Thema:
Außergewöhnliche Seegangsverhältnisse in der östlichen
Ostsee und im finnischen Meerbusen während des Sturms GUDRUN
Termin: Freitag, den 15. Juni 2007 in Kiel
Festkolloquium
und Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der DMG an Herrn Prof. Dr. Lutz Hasse
Termin: Freitag, den 11. Mai 2007 in Bremerhaven
Fortbildungstag 2007: Polarforschung am AWI und Besichtigung des Forschungsschiffes'Polarstern'
Termin: Mittwoch, den 11. April 2007
Mitgliederversammlung und Vortrag von Prof. Hartmut Graßl, Hamburg
Themen der Mitgliederversammlung
Thema des Vortrags: Neues vom Zwischenstaatlichen Ausschuss über Klimaänderungen: Eckpunkte des vierten bewertenden Berichtes der Arbeitsgruppe Klimawissenschaft
Termin: Dienstag, den 13. März 2007 14:45 Uhr
Vortragender: Herr Dr. Wolfgang Fricke, Meteorologisches Observatorium Hohenpeißenberg
Thema:
Messen, Forschen und Überwachen am Meteorologischen Observatorium Hohenpeißenberg
Termin: Dienstag, den 30. Januar 2007, 14:45 Uhr
Vortragender: Herr Dr. Roland Doerffer, GKSS Forschungszentrum Geesthacht, Institut für Küstenforschung
Thema:
Fernerkundung von Küstengewässern mit dem abbildenden Spektrometer MERIS auf ENVISAT
2006
Termin:Dienstag, den 21. November 2006, 14:45 Uhr
Vortragender: Herr Dipl. Forstwirt Matthias Türk, Forschungszentrum Karlsruhe
Thema:
Wind- und Turbulenzparameter in der Deutschen Bucht
Termin: Mittwoch, den 26. September 2006, 14:45 Uhr
Vortragender:Herr Dipl. Met. Peter Emmrich
Thema: Nordhemisphärischer und atlantisch-europäischer Zonalindex - eine Trendbetrachtung
Termin: Mittwoch, den 28. Juni 2006, 14:45 Uhr
Vortragende: Frau Dr. Daniela Jakob, Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg
Thema:
Regionale Klimaszenarien für Deutschland, Österreich und die Schweiz
Termin: Dienstag, den 06. Juni 2006, 14:45 Uhr
Vortragender: Prof. Dr. Andreas Hense, Meteorologisches Institut, Universität Bonn
Thema: Wetter, Klima und Fußball
Termin: Dienstag, 25. April 2006, 14:45 Uhr
Vortragender: Herr Dipl.-Met. Elmar Weigl, Deutscher
Wetterdienst, Abt. Hydrometeorologie, Offenbach am Main
Thema: Analyse
und Vorhersage stündlicher Niederschlagshöhen: RADOLAN-OP
und RADVOR-OP
Termin : Sonnabend, 25. März 2006, 11:00 - 18:00
Uhr an der Niederlassung Schleswig
Thema: Fortbildungstag
2006: Die landwirtschaftliche Beratung im Deutschen Wetterdienst
Termin : Dienstag, 28. Februar 2006, 14:45 Uhr
Vortragender: Herr Prof. Dr. Martin Claußen,
Meteorologisches Institut, Universität Hamburg, und Max-Planck-Institut
für Meteorologie
Thema: Das
Land im Erdsystem
Termin
: Dienstag, 31. Januar 2006, 14:45 Uhr
Vortragender: Herr Dipl.-Geophys. Ernst Rauch, Münchener
Rückversicherungs-Gesellschaft AG, München
Thema:
Hurrikan-Risikoanalyse aus der Sicht eines Rückversicherers
Termin
: Dienstag, 17. Januar 2006, 14:45 Uhr
Vortragende: Frau Dr. Susanne Theis, Deutscher Wetterdienst,
Geschäftsbereich Forschung und Entwicklung, Offenbach am Main
Thema:
Hochaufgelöste Wettervorhersage: Vorhersagbarkeit und Wahrscheinlichkeiten
2005
Termin: Dienstag, 13. Dezember 2005, 14:45 Uhr
Vortragender: Herr Dr. Klaus Keuler, Lehrstuhl Umweltmeteorologie,
Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus
Thema: Ein Klimaszenario für Mitteleuropa
Zusammenfassung: Zur Abschätzung der möglichen
Klimaentwicklung in Mitteleuropa bis zum Ende des 21. Jahrhunderts wird
der Zeitraum 2070-2099 mit verschiedenen regionalen Klimamodellen simuliert.
Die Antriebsdaten für diese Simulationen stammen aus einer globalen
Klimasimulation des MPIM in Hamburg mit dem gekoppelten Modell ECHAM4/OPYC,
die auf einer Zunahme der globalen Treibhausgaskonzentration entsprechend
dem IPCC Szenario SRES-B2 basiert. Die globalen Ergebnisse des gekoppelten
Modells werden bis zu einer räumlichen Auflösung von 18 km
in mehreren Stufen mit einer weiteren globalen und dynamisch genesteten
regionalen Simulationen regionalisiert. Aus dem Vergleich der Szenarioergebnisse
mit den entsprechenden Ergebnissen der Simulationen einer Referenzperiode
von 1960-1989 ergeben sich die regionalen Muster der zu erwartenden
Klimaänderungen. Die Auswertung umfasst Veränderungen sowohl
der langjährigen Klimamittel klassischer Klimaparameter (2m-Tmperatur,
Niederschlag, Verdunstung) als auch der Häufigkeiten extremer Witterungsereignisse
(Frost, Hitze, Starkniederschläge). Die Belastbarkeit der erhaltenen
Änderungssignale wird dabei sowohl anhand ihrer statistischen Signifikanz
als auch in Relation zu quantifizierten Unsicherheiten der regionalen
Simulationsergebnisse bewertet. Der Vortrag stellt Ergebnisse des DEKLIM
Projektes QUIRCS vor und zeigt insbesondere für Deutschland, mit
welchen Klimaänderungen bei einem weiteren Anstieg der globalen
Treibhausgaskonzentrationen zu rechnen ist. Zudem wird anhand verschiedener
Qualitätsstufen entschieden, welche der simulierten Änderungen
auch unter Berücksichtigung potentieller Unsicherheiten der verwendeten
regionalen Modelle als verlässlich angesehen werden können.
Termin
: Dienstag, 29. November 2005, 14:45 Uhr
Vortragender: Herr Dr. Richard Blender, Meteorologisches
Institut der Universität Hamburg
Thema: Klimavariabilität in Beobachtungen und Modellen
Zusammenfassung: Das Frequenzspektrum von Klimazeitreihen
zeigt Variabilität auf allen Zeitskalen. Im Vortrag werden Analysen
von Eisbohrkernen, instrumentellen Daten sowie Rekonstruktionen aus
proxy-Daten und historischen Aufzeichnungen vorgestellt. Das Spektrum
ist bei niedrigen Frequenzen in der Regel erhöht was mit Langzeitkorrelationen
bzw. Langzeitgedächtnis verbunden ist. Der Verlauf folgt dabei
Potenzgesetzen. Dies gilt insbesondere für die Temperatur, die
Langzeitkorrelationen oberhalb Bestimmung des Frequenzspektrums von
stationären Zeitreihen mit Langzeitkorrelationen wird die Detrended
Fluctuation Analysis (DFA) angewendet. Gekoppelte komplexe Klimamodelle
geben das beobachtete Frequenzspektrum quantitativ bis hin zu Tausenden
von Jahren wieder, wobei der Ozean als Hauptursache für das Langzeitgedächtnis
identifiziert werden kann. Die interne Variabilität wird auch bei
der Überlagerung durch einen Temperaturtrend in Szenariensimulationen
des anthropogenen Treibhauseffektes reproduziert. Einfache Modelle für
Potenzgesetze, insbesondere für das in der Natur häufige 1/f-Rauschen,
erlauben Rückschlüsse auf die beteiligten Mechanismen.
Termin
: Dienstag, 24. Mai 2005, 14:45 Uhr
Vortragender: Herr Dr. Ingo Grevemeyer, Leibniz Institut
für Meereswissenschaften, IFM-GEOMAR, Kiel
Thema: Tsunamis - Ursache und Gefahrenpotential
Zusammenfassung: Seit dem 26. Dezember 2004 ist der
Begriff Tsunami in "aller Munde". Was aber bedeutet er? Das Wort Tsunami
kommt aus der japanischen Sprache und bedeutet "Hafenwelle" und beschreibt
das Phänomen, dass die Fischer auf See keine zerstörerische
Welle beobachten konnten, jedoch die Küsten- und Hafengebiete nach
ihrer Heimkehr zerstört waren. Ein Tsunami ist also eine Welle,
welche sich erst nahe der Küste (im Hafen) aufbaut und auf See
nicht (besonders) auffällig ist.
Physikalisch sind Tsunamis Flachwasserwellen, d.h., ihre Energie verteilt
sich auf die gesamte Wassersäule und ihre Ausbreitungsgeschwindigkeit
ist proportional zur Wurzel der Wassertiefe. Durch diesen Umstand breiten
sich die Wellen im Tiefwasser - d.h. im offenen Ozean - mit Geschwindigkeiten
von über 800 km/h aus, laufen jedoch vergleichsweise langsam in
den Schelfregionen der Kontinente. Die Interaktion im Flachwasser baut
jedoch riesige Wellen von mehreren Zehner Metern auf und stellt somit
eine erhebliche Gefahr für viele Küstenregionen dar.
Ausgelöst werden Tsunamis vor allem durch sog. Seebeben. Mit Seebeben
bezeichnet man Erdbeben, bei denen der Meeresboden im Zuge eines seismischen
Ereignisses gehoben oder gesenkt wird. Um jedoch für die Küstenregionen
bedrohliche Wellenhöhen zu erreichen, müssen die Beben sehr
groß sein (Magnitude > 7.5-8) bzw. in sehr geringen Tiefen
vorkommen, so dass der Versatz am Meeresboden mehrere Meter beträgt.
Ein weiterer Prozess der Auslösung von Tsunamis können Rutschungen
an den Kontinentalabhängen bzw. an den Flanken vulkanischer Inseln
sein. So ist beispielsweise bekannt, dass die Flanken der Kanarischen
Inseln oder der Hawaii Inseln alle 100.000 bis 200.000 Jahre abrutschen.
Hierbei werden Volumina von bis zu 1000 km3 bewegt. Entsprechende Ereignisse
würden in ihrer Zerstörung das Große Sumatra Erdbeben
und den Tsunami vom 26. Dezember 2004 bei weitem übertreffen.
Im Rahmen des Vortrags werden die hier nur kurz dargestellten Ursachen
der Tsunamis beschrieben und Beispiele für unterschiedliche Tsunami-Ereignisse
diskutiert.
Termin
: Dienstag, 14. Juni 2005, 14:45 Uhr
Vortragender: Herr Dr. Jürgen Grieser, Weltzentrum
für Niederschlagsklimatologie (WZN)
Thema: Niederschläge, Extremniederschläge
und globaler Wandel
Zusammenfassung: Der Niederschlag ist nicht nur als
ein Teil des globalen Wasserkreislaufs von wissenschaftlichem Interesse.
Er hat einen direkten Einfluss auf die lokale Biosphäre, auf die
Landwirtschaft und im Falle von Extremniederschlägen und Dürren
auf Wohlergehen und Eigentum des Menschen.
Aus klimatologischer Sicht zeigt der Niederschlag ausgeprägte Variabilität
auf den verschiedensten räumlichen und zeitlichen Skalen. Am Weltzentrum
für Niederschlagsklimatologie (WZN) des Deutschen Wetterdienstes
werden Beobachtungsdaten aus aller Welt gesammelt, qualitätskontrolliert
und aufbereitet. Diese Daten sowie die Daten aus anderen Quellen können
dazu genutzt werden, den beobachteten Niederschlag statistisch zu erfassen
und zu modellieren, um somit unter anderem zu Aussagen über die
Wahrscheinlichkeit von Starkniederschlägen sowie deren zeitliche
Änderungen zu gelangen.
Termin : Dienstag, 3. Mai 2005, 14:45 Uhr
Vortragender: Herr Dr. Bernd Leitl, Meteorologisches
Institut der Universität Hamburg
Thema: Windkanalversuche zur Schneewehen- und Kolkbildung
im Umfeld der geplanten deutschen Antarktisstation NEUMAYER III
Zusammenfassung: Das Alfred-Wegener-Institut für
Polar- und Meeresforschung plant einen Neubau der deutschen Antarktisstation.
Die künftige Station Neumayer III soll berirdisch in Form einer
Hubinsel errichtet werden. Dabei stellt sich die Frage, welche Schneeablagerungen
und Auskolkungen im Nahfeld der Station zu erwarten sind und wie sich
derartige Schneeverlagerungen durch geschickte Formgebung der Station
minimieren lassen. Um das Verhalten der Station auf eventuelle Verwehungsmuster
zu untersuchen, hat das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und
Meeres-forschung eine Windkanaluntersuchung im Grenzschicht-Windkanallabor
des Meteorologischen Institutes der Universität Hamburg in Auftrag
gegeben. Ziel der Windkanalstudie war es, den Stationsentwurf zunächst
strömungstechnisch zu untersuchen und Vorschläge zur unterbreiten,
wie das Entstehen von Driftmustern und Schneewehen im Umfeld der Forschungsstation
vermieden werden kann. Dabei soll auf windabweisende bzw. windbrechende
Hindernisse wie zum Beispiel Schneezäune verzichtet werden.
Im Vortrag werden die Ergebnisse der durchgeführten Drift- und
Abtragversuche überblicksartig vorgestellt. Es wird das Modellkonzept
vorgestellt und auf Probleme bei der versuchstechnischen Umsetzung eingegangen.
Das Umströmungsverhalten verschiedener Stationsformen wird mit
Hilfe von LASER-Lichtschnitt-Aufnahmen dokumentiert und die Ergebnisse
der Visualisierung des bodennahen Windfeldes mit Hilfe eines Anstrichverfahrens
werden vorgestellt. Neben räumlich hochaufgelösten Strömungsmessungen
stellt der Vortrag die Ergebnisse der umfangreichen Driftexperimente
vor, die die am Stationskörper zu erwartenden Verwehungsmuster
dokumentieren.
Termin
: Dienstag, 12. April 2005, 14:45 Uhr
Vortragender: Herr Dr. Nikolai Dotzek, DLR-IPA, Oberpfaffenhofen
Thema: Radaranalyse und Klimatologie von Downbursts
und Tornados in Deutschland
Zusammenfassung: Mit Gewittern verbundene lokale Unwetterereignisse
haben in den vergangenen Jahren hohe Schäden verursacht und in
der Öffentlichkeit verstärkt Beachtung gefunden. Zusätzlich
zur Analyse solcher Einzelfälle ist ein möglichst vollständiges
Bild des klimatologischen Ist-Zustandes der Schwergewitter zur Beantwortung
der Frage wichtig, ob ein klimabedingter Trend der Unwetterhäufigkeit
oder -intensität besteht. Neben Hagel und Sturzfluten stehen dabei
die auch für den Flugverkehr relevanten Sturmphänomene der
Gewitter, v. a. Downbursts (Gewitterfallböen) und Tornados im Blickpunkt
des Interesses.
Der Vortrag behandelt zunächst die Definition beider Windphänomene,
ihre Abgrenzung voneinander und ihre Intensitätsbewertung. An Hand
von Radarfallstudien der letzten Jahre werden mehrere Tornado- und Downburst-Ereignisse
aus dem Süden Deutschlands dargestellt und der Einfluss der Geländeform
auf die Gewitterentwicklung hervorgehoben. Der zweite Teil des Vortrags
widmet sich der Klimatologie der Downbursts und Tornados auf Basis der
deutschen TorDACH-Daten (www.tordach.org) Neben Jahres- und Tagesgängen
sowie der räumlichen Verteilung der Ereignisse erlauben die Daten
eine Bestimmung von Kenngrößen der Risikobewertung, z. B.
der Inzidenz (gemeldete Ereignisse pro Jahr und Flächeneinheit)
und der Intensitätsverteilung. Aus letzterer können nach aktuellen
Forschungsergebnissen Erkenntnisse sowohl zur Häufigkeit verheerender
Ereignisse gewonnen werden als auch über die wahrscheinliche Gesamtzahl
der tatsächlich vorkommenden Ereignisse im Vergleich zu den derzeit
gemeldeten.
Termin
: Dienstag, 15. März 2005, 14:45 Uhr
Vortragender: Herr Dipl.-Met. Ralf Brauner, Abt. Seeschifffahrt,
DWD Hamburg
Thema: Wetterberatung an der Neumayer Station, Antarktis
Zusammenfassung: Mit dem Start des Dronning Maud Land
Air Network (DROMLAN) im Jahr 2002/2003 war eine Flug- und allgemeine
Wetterberatung für die an dem DROMLAN beteiligten Nationen (Deutschland,
Finnland, Großbritannien, Indien, Japan, Niederlande, Norwegen,
Russland, Südafrika, Schweden) unumgänglich. Als "Wettervorhersagezentrale"
für den Bereich des Dronning Maud Landes wurde von den Vertragspartnern
die Neumayer Station des Alfred Wegener - Instituts für Polar-
und Meeresforschung (AWI) ausgewählt. Die Station bietet mit einer
permanenten Satellitendatenleitung, Satellitenbildempfangsanlage und
den Messinstrumenten des Observatoriums optimale Vorraussetzungen für
eine Wetterberatungstätigkeit. In der Wetterberatung werden Meteorologen
des Deutschen Wetterdienstes aus Hamburg eingesetzt, die durch Einsätze
auf dem Polarforschungseisbrecher Polarstern neben synoptischen und
marimtimmeteorologischen Kenntnissen und Erfahrungen auch über
umfangreiche und spezielle Kenntnisse der Wetter- und Klimabedingungen
in der Antarktis verfügen.
Neben den interkontinentalen Flügen von Kapstadt, Südafrika,
zur russischen Station Novolazarevskaya in der Antarktis erfordert auch
eine große Anzahl von Mess- und Logistikflügen in der Antarktis
eine präzise Flugwetterberatung im Dronning Maud Land. Das Vorhersagegebiet
umfasst das Gebiet östlich der Antarktischen Halbinsel bis zur
japanischen Station Syowa. Ebenso werden für die Traversen ins
innerantarktische Gebiet Wetterberatungen erteilt.
Für die Beratungstätigkeit steht neben der mittelfristigen
Wetterberatung das Nowcasting bei der Flugwetterberatung im Vordergrund.
Hilfsmittel dafür sind aktuelle Beobachtungen der Stationen im
Vorhersagegebiet, Radiosondenaufstiege, Satellitenbilder von NOAA und
DMSP. Außerdem steht eine umfangreiche Auswahl an Produkten der
numerischen Wettervorhersage der Modelle des ECMWF, GME und AMPS (Antarctic
Mesoscale Prediction System) zur Verfügung. Zur Verbesserung und
Nutzen der numerischen Wettervorhersage besteht eine enge Zusammenarbeit
zwischen dem NCAR (National Center for Atmospheric Research), dem Antarktisprogramm
der USA (USAP, United States Antarctic Program) und dem AWI/DWD.
Termin
: Dienstag, 15. Februar 2005, 14:45 Uhr
Vortragender: Herr Dr. Tom Neumann, Deutsches Windenergie
- Institut GmbH Wilhelmshaven
Thema: Erfahrungen und Ergebnisse aus dem ersten Betriebsjahr
der FINO1 - Offshoreplattform
Zusammenfassung: Es wird ein kurzer Abriss zum Stand
der Offshore - Windenergie gegeben. Ausführungen über Aufbau
und Konfiguration von Messsystem und Datenübertragung der FINO1-
Plattform sowie über Betriebserfahrungen schließen sich an.
Statistische Analysen der meteorologischen Parameter im Hinblick auf
die Windenergienutzung werden dargestellt und Forschungsprojekte auf
Basis der FINO-Daten erläutert.
Termin
: Dienstag, 25. Januar 2005, 18:00 Uhr, in Zusammenarbeit mit:
Geographische Gesellschaft
in Hamburg
Vortragender : Prof. Dr. Reinhard Zellner, Universität
Duisburg-Essen
Thema : Chemie zwischen den Wolken - Von Ozonloch bis
Klimawandel
Zusammenfassung : Die Veränderungen des Ozons
in der Atmosphäre als auch der bevorstehende Klimawandel gehören
zu den vermutlich gravierendsten Veränderungen unserer Umwelt,
die jemals durch den Menschen erzeugt
worden sind. In diesem Vortrag werden die Ursachen und vermeintlichen
Folgen von Ozonabbau und Klimawandel dargestellt. Dabei wird insbesondere
aufgezeigt, welche chemisch-physikalischen Prozesse für die beobachteten
Veränderungen von Spurengaszusammensetzung und Strahlungshaushalt
der Erde verantwortlich sind und wie sich diese in der Zukunft entwickeln
werden. Es wird auch die Frage gestellt, was die Gesellschaft und der
Einzelne tun können, um unsere Lebensgrundlagen auch langfristig
und zukünftig nicht ernsthaft zu gefährden.
Termin:
Dienstag, 11. Januar 2005, 14.45 Uhr
Vortragender: Herr Dr. Birger Tinz, Deutscher Wetterdienst,
Geschäftsbereich Wettervorhersage, Hamburg
Thema: Makro- und mesoskalige Karten der thermischen
Komponente des Bioklimas
Zusammenfassung: Der außergewöhnlich heiße
Sommer 2003 stellte mit einigen 10 000 Hitzetoten die größte
Umweltkatastrophe in Europa dar. Eine physiologisch relevante Bewertung
der thermischen Bedingungen kann nicht durch die alleinige Betrachtung
der Lufttemperatur erfolgen, vielmehr müssen ebenfalls die Luftfeuchte,
der Wind und die kurz- und langwelligen Strahlungsflüsse mit einbezogen
werden. Als thermophysiologisch relevanter Bewertungsstandard dient
dazu im Deutschen Wetterdienst das Klima-Michel-Modell (KMM) mit der
Gefühlten Temperatur GT als Bewertungsgröße.
An Hand ausgewählter Stationsdaten wird die Bedeutung der relevanten
meteorologischen Eingangsgrößen demonstriert. Ein flächenhaftes
Bild der thermischen Bedingungen liefert die Europakarte, die auf der
Basis der Beobachtungsdaten von 921 hauptamtlichen Wetterstationen berechnet
wurde. Die Kartendarstellung über GIS-Technik auf Basis des Orographiedatensatzes
der NOAA (1998) repräsentiert das Bioklima in diesem Zeitraum (status-quo)
für Europa und die Mittelmeeranrainer in 5 min Auflösung.
Dabei wird ein neuer Ansatz zur Festlegung der Schwellenwerte für
Belastungen angewendet, der auf Überlegungen zu Adaption/Akklimatisation
ruht.
Für die globale Skala erhält man die erforderlichen meteorologischen
Input-Daten aus Klimasimulationen mit gekoppelten AOGCMs, hier das Zeitscheibenexperiment
mit ECHAM4 in T 106 Auflösung (ca. 100 km in unseren Breiten).
Die globalen Bioklimakarten für 2041-2050 zeigen im Vergleich zum
Kontrolllauf 1971-1980 deutliche räumliche Unterschiede in der
Zunahme von GT. Eine einfache Abschätzung der Auswirkungen auf
die Mortalitätsrate noch ohne Annahme einer gewissen Adaptation
ergibt eine markante Zunahme insbesondere in SW-Europa.
2004
Termin:
Dienstag, 14. Dezember 2004, 14.45
Uhr
Vortragender: Herr Dr. Rainer Hollmann, Deutscher Wetterdienst,
Geschäftsbereich Klima und Umwelt, Offenbach/Main
Thema: Das CM-SAF (Satellite Application Facility on
Climate Monitoring) und seine Produkte
Zusammenfassung: Die "Satellite Application Facility
on Climate Monitoring (CM-SAF)" ist als Teil der Neukonzeption des Bodensegmentes
von EUMETSAT eine gemeinsame Einrichtung der meteorologischen Dienste
Belgiens, der Niederlande, Schwedens, Finnlands, der Schweiz und Deutschlands
in Zusammenarbeit mit EUMETSAT. Nach einer fünfjährigen Entwicklungsphase,
zwischen 1999 und 2004, ist das CM-SAF zum 1. Januar 2004 in die sogenannte
"Initial Operations Phase (IOP)" übergegangen, die sich über
einen Zeitraum von 38 Monaten erstreckt.
Das Ziel des CM-SAF ( http://www.cmsaf.dwd.de/
) ist die operationelle Bereitstellung von aus Satellitendaten abgeleiteten
Parametern, die für die regionale Klimaüberwachung geeignet
sind. Die Produktpalette des CM-SAF sind Wolkenparameter, Strahlungsflüsse
am Boden und am Oberrand der Atmosphäre, Bodenalbedo und atmosphärischer
Wasserdampfgehalt. Zur Ableitung der Produkte werden Daten der operationellen
polarumlaufenden NOAA-Satelliten und METEOSAT-8 (MSG) benutzt. Nach
dem erfolgreichen Start des geplanten METOP Satelliten werden auch dessen
Daten ausgewertet und verarbeitet.
Das Gebiet, das in der IOP ausgewertet werden wird, umfasst Europa und
Teile des Atlantischen Ozeans (60° W - 60° O, 30° - 80°
N). Nach Ende der IOP ist es geplant, die Produkte für die gesamte
MSG-Scheibe sowie den Arktischen Bereich bereitzustellen.
Der Beginn der Erzeugung operationeller Produkte ist für das Frühjahr
2005 geplant, zunächst beschränkt auf die Auswertung von NOAA-Daten.
In einer zweiten und dritten Stufe werden dann auch Daten aus MSG und
METOP verwendet.
Im Vortrag wird das CM-SAF vorgestellt werden. Dabei werden Ergebnisse
der Produktentwicklung, Validationsergebnisse für einzelne Produkte,
erste Ergebnisse des operationellen Betriebs, Zugang zu Daten und die
weitere Planung präsentiert werden.
Termin:
Sonnabend, 13. November 2004, 11-17
Uhr im Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Rostock
Thema: Fortbildungstag 2004: Extremes Wetter
Zusammenfassung: Die Vorträge werden ein Spektrum
unterschiedlicher Perspektiven behandeln, zu denen neben der meteorologisch-klimatologischen
Sicht auch Betrachtungen z.B. über versicherungswirtschaftliche
Auswirkungen zählen. Dafür konnten mit Dr. Jörg Rapp
(DWD), Dipl.-Ozeanogr. Sylvin Müller-Navarra (BSH), Dr. Wolfgang
Rosenthal (GKSS) und Dr. Gerhard Berz (Münchener Rückversicherung)
namhafte Vortagende für einen interessanten und lehrreichen Tag
gewonnen werden. Neben den Vorträgen ist auch eine Besichtigung
der Dienststelle mit kurzen Erläuterungen zu den Aufgaben und Tätigkeiten
vorgesehen. Der Abend des Fortbildungstages klingt mit einem zwanglosen
Beisammensein aller Teilnehmer im Restaurant "Zum alten Fritz" am Warnowufer
aus.
Termin:
Dienstag, 08. Juni 2004, 14.45 Uhr
Vortragender: Herr Dipl.-Met. Wolfgang Seifert, Deutscher
Wetterdienst, Regionalzentrale Hamburg
Thema: Warnverfahren und Warnstrategien im Deutschen
Wetterdienst
Zusammenfassung: Die Warnaufgabe des DWD ist im Gesetz
über den DWD festgelegt. Angesichts der zunehmend sensiblen öffentlichen
Infrastruktur gewinnt ein sicherer und frühzeitiger Warndienst
immer mehr an Bedeutung. Die durch die Versicherer in den letzten Jahrzehnten
festgestellte Schadenszunahme ist nicht nur begründet durch höhere
Sachwerte, sondern auch durch eine höhere Häufigkeit von Schadensereignissen.
Der Vortrag wird das Warnverfahren im DWD darstellen, die Präsentationsmöglichkeiten
aktueller Messungen und Beobachtungen sowie Wege der Entscheidungsfindung
bei warnwürdigen Wetterlagen. Dabei zeigt sich, dass die Güte
einer Warnung von objektiven und subjektiven Einflussgrößen
bestimmt wird - sowohl aus Sicht des "Warners" als auch aus Sicht des
Nutzers. Dazu gehört unter anderem der Effekt, dass Warnereignisse
häufig clusterartig auftreten. Die veränderte Erwartungshaltung
des Nutzers im Zeitraum dieser Ereignisse kann daher die Warnstrategie
beeinflussen.
Termin
: Dienstag, 11. Mai 2004, 14:45 Uhr
Vortragender : Herr Dr. Herbert Siegel, Institut für
Ostseeforschung, Warnemünde (IOW)
Thema: Anwendung von Satellitendaten der Wasserfarbe
und der Wasseroberflächentemperatur in der Ostseeforschung
Zusammenfassung : Nach einer kurzen Einführung
in die unterschiedlichen Methoden, die in der Meeresforschung genutzt
werden, und der Darstellung der zur Anwendung kommenden Satellitensensoren
werden verschiedene Anwendungsbereiche vorgestellt. Im IOW werden Satellitendaten
der Wasser- oberflächentemperatur und der Wasserfarbe verwendet.
Durch ihren synoptischen Charakter gestatten Fernerkundungsdaten die
Interpretation der Verteilung von Wassermassen und eine hohe zeitliche
Folge die Verfolgung ihrer raumzeitlichen Entwicklung. Durch die Erfassung
optisch wirksamer Inhaltsstoffe sind Satellitendaten auch für andere
Fachdisziplinen von Interesse. Zwischenjährliche Variationen in
der Wasseroberflächentemperatur und in der Plankton- entwicklung
werden in die Zustandseinschätzungen der Ostsee einbezogen. Satellitendaten
in Kombination mit Modellsimulationen helfen bei der Interpretation
des Küstenmonitorings. Dynamische Prozesse, die Ausbreitung von
Flusswasser und das Eventmonitoring sind weitere Schwerpunkte.
Termin
: Dienstag, 20. April 2004, 14:45 Uhr
Vortragender: Prof. Dr. Thomas Hauf, Universität
Hannover, Institut für Meteorologie und Klimatologie
Thema: Der Wettereinfluss auf den Flugverkehr
Zusammenfassung: Der Luftverkehr hängt wie kein
anderer Verkehrszweig vom Wetter ab. Wetter beeinflusst den Luftverkehr
im Hinblick auf Sicherheit und Effizienz. Bei einem Viertel aller Flugunfälle
und einem Drittel aller Unfälle mit Todesfolge ist Wetter ursächlich
beteiligt. Die wetterbedingten Kosten in der Luftfahrt belaufen sich
allein in den USA auf 3 Milliarden US$ jährlich. In dem Vortrag
werden die einzelnen Wettergefahren untersucht und ihre Auswirkungen
erörtert. Es werden außerdem neuere Studien zur Situation
in Deutschland präsentiert und im internationalen Kontext diskutiert.
Schließlich wird über aktuelle Programme und Aktivitäten
berichtet.
Termin
: Dienstag, 30. März 2004, 18:00 Uhr, in Zusammenarbeit
mit der Geographischen Gesellschaft
in Hamburg
Vortragender : Prof. Dr. Martin Claussen, Potsdam-Institut
für Klimafolgenforschung
Thema : Was können wir aus der Klimageschichte
lernen ?
Zusammenfassung : Warum beschäftigen sich Klimaforscher
und insbesondere Klimamodellierer mit der Klimageschichte, wenn nicht
aus rein akademischem Interesse? Reicht es nicht, das Klima der Gegenwart
oder vielleicht der letzten paar hundert Jahre zu studieren, um belastbare
Aussagen für mögliche künftige Klimaänderungen zu
erhalten?
Eine erste Antwort auf diese Fragen drängt sich auf, wenn man den
Begriff des Klimas näher betrachtet. Zum einen wird Klima als mittlerer
Zustand der Atmosphäre - sozusagen als "mittleres Wetter" - und
dessen Variabilität verstanden. Zum anderen wird Klima als Zustand
und Statistik eines komplexen Systems, des so genannten Klimasystems,
beschrieben. Die erste - meteorologische - Definition hat sich in der
Klimatologie, einer eher beschreibenden Wissenschaft, bewährt.
Zum Verständnis der Klimadynamik greift diese Definition jedoch
zu kurz, denn der mittlere Zustand der Atmosphäre wird in starkem
Maße durch die Wechselwirkung der Atmosphäre mit den anderen,
zum Teil viel trägeren Komponenten des Klimasystems, wie dem Ozean,
der terrestrischen und marinen Biosphäre, der oberen Erdschicht,
den Eis- und Schneemassen sowie, wenn man über die vielen Jahrtausende
und Jahrmillionen der Koevolution von Geosphäre und Biosphäre
blickt, dem oberen Erdmantel beeinflusst.
Die Betrachtung des Klimas als dynamisches System zeigt, dass die Wechselwirkung
zwischen den Klimasystemkomponenten stark nichtlinear ist, d.h. das
System kann disproportional auf den Klimaantrieb reagieren. Außerdem
kann das System bei gleichem Antrieb theoretisch mehrfache Lösungen
annehmen. Die Interpretation der Klimageschichte durch Klimamodelle
bietet dazu zahlreiche Beispiele. Schließlich zeigt die Analyse
des Klimasystems und der möglichen Klimaantriebe, welche Prozesse
auf welchen Zeitskalen relevant sind.
Zu guter Letzt lässt sich mit Hilfe von stochastischen Empfindlichkeitsstudien
durch Vergleich von Modellergebnissen und klimageschichtlichen Rekonstruktionen
der Wertebereich der in Parameterisierungen eingebauten Parameter und
damit die Unsicherheit der Klimamodelle reduzieren.
Termin
: Dienstag, 9. März 2004, 16:00 Uhr
Vortragender : Prof. Dr. Ehrhard Raschke, Meteorologisches
Institut der Universität Hamburg
Thema : Klima und Gesellschaft
Zusammenfassung : Seit offenbar bereits einigen Jahrtausenden
haben die Menschen das Klima der Erde beeinflusst. Seit etwa 200 Jahren
scheinen diese Einflüsse jedoch so nachhaltig zu wirken, dass nur
durch sie die Klimaentwicklung der vergangenen 50 Jahre befriedigend
erklärt werden kann. Die Entwicklung unserer Gesellschaft in der
näheren Zukunft lässt eher eine Fortsetzung solcher Antriebe
als deren Reduktion erwarten, denn die Menschheit und deren Bedürfnis
nach mehr Komfort nehmen weiterhin zu. Unser Klima und viele andere
lebenswichtige Ressourcen werden dadurch übernutzt.
Obgleich die Forschung keineswegs zukünftige Trends und deren Ursachen
vollständig erklären kann, hat sie sich bereits enorme Einblicke
in viele Prozesse erarbeitet. Davon profitieren viele unmittelbare Anwendungen,
u.a. auch die Wetter- und Jahreszeitenvorhersage und die Erklärung
des Klimas in den vergangenen 1000 Jahren. Über Szenarien der
ferneren Zukunft kann man nur spekulieren.
Termin
: Dienstag, 10. Februar 2004, 14:45
Vortragender : Dr. Edilbert Kirk, Meteorologisches
Institut der Universität Hamburg
Thema : Der Planetensimulator
Zusammenfassung : Der Planetensimulator ist als EMIC
(Earth Model of Intermediate Complexity) in der Lage, Paläo- und
andere Simulationen für 10.000 oder mehr Jahre in kurzer Realzeit
durchzuführen. Die Prioritäten der Entwicklung lagen in der
Geschwindigkeit, der einfachen Handhabung und der Portabilität.
Sein modularer Aufbau erlaubt die Konfiguration problemangepasst zu
modifizieren. Neben der Erdsystem-Modellierung wurden auch Adaptionen
für die Atmosphären des Mars und des Saturnmondes Titan durchgeführt.
Kopplungsschnittstellen ermöglichen die Einbindung anderer Komponenten,
wie Ozeanmodelle, Eismodelle und Vegetation. Ein interaktiver Modus
mit grafischer Benutzeroberfäche erlaubt die Ansicht von Feldern
und Änderung von Modellparametern während der Simulation.
Dies ist besonders nützlich in der Lehre, beim Austesten von Änderungen
und der Optimierung von Parametrisierungen. Der Vortrag gibt einen kurzen
Überblick über den Modellaufbau und zeigt einige Anwendungsbeispiele.
Termin
: Dienstag, 20. Januar 2004, 14:45
Vortragender : Dr. Birger Tinz, Deutscher Wetterdienst,
GF Seeschifffahrt, Hamburg
Thema : Zu den thermischen Verhältnissen im Bereich
der deutschen Ostseeküste
Zusammenfassung : Die deutsche Ostseeküste gehört
zu den attraktivsten und beliebtesten Urlaubsgebieten in Deutschland.
Der insbesondere sommerliche Massentourismus hängt sowohl wirtschaftlich
als auch hinsichtlich des individuellen Erholungseffektes von Wetter,
Witterung und der klimatischen Entwicklung ab.
Vorgestellt werden Änderungen der thermischen Verhältnisse
im Küstengebiet an Hand langer Reihen der Luft-, der Wassertemperatur
sowie der winterlichen Eisverhältnisse. Die für die Praxis
bedeutsamen Größen Dauer der Badesaison (Überschreiten
einer Wassertemperatur von 15 °C) sowie Gefühlte Temperatur
(Klima-Michel-Modell des DWD) werden ebenfalls präsentiert.
Es ergibt sich für das 20. Jahrhundert ein differenzierter unter
Schwankungen erfolgender Anstieg der genannten Größen. Dabei
zeigt sich ein deutliches Maximum in den 40er Jahren, dessen Niveau
erst wieder in den 90er Jahren erreicht wurde. Das winterliche Eisvorkommen
ist auf Grund der hohen Variabilität frei von einem signifikanten
Trend, es lässt sich allerdings ab den 40er Jahren eine interessante
Periode im Auftreten strenger Eiswinter von 8 Jahren nachweisen.
Im Falle eines Klimawandels könnte sich das Bild im 21. Jahrhundert
grundlegend ändern. Beim erwarteten Temperaturanstieg von einigen
Kelvin ist z.B. mit einer deutlichen Verlängerung der Dauer der
Badesaison und der Anzahl der Tage mit thermischer Behaglichkeit sowie
warmen Verhältnissen zu rechnen. Das winterliche Eisvorkommen würde
deutlich zurückgehen. Wenn andere, hier nicht untersuchte Größen
(Unwetter, Meeresspiegelanstieg) nicht gegenteilig wirken und der angenommene
Temperaturanstieg tatsächlich eintritt, könnten sich die Bedingungen
für den Tourismus im Küstengebiet eher im positiven Sinn verändern.
2003
Termin
: Dienstag, 11. November 2003, 14:45
Vortragender : Herr Dipl.-Ozeanogr. Stephan Dick, Bundesamt
für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg
Thema : Operationelle Modellierung am BSH
Zusammenfassung : Seit zwei Dekaden wird am Bundesamt
für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ein numerisches Modellsystem
zur Unterstützung der meereskundlichen Dienste, für wissenschaftliche
Untersuchungen sowie zur Überwachung der Meeresumwelt eingesetzt.
Das Modellsystem besteht aus Zirkulationsmodellen, die in täglicher
Routine Dreitagesprognosen hydrodynamischer Parameter berechnen und
teilweise interaktiv verschachtelt sind, sowie aus unterschiedlichen
Ausbreitungsmodellen. Letztere werden bei aktuellen Meeresverschmutzungen,
Seenotfällen und für Studien zur Wasserqualität eingesetzt.
Im ersten Teil des Vortrags wird auf den aktuellen Stand sowie die Qualität
des Modellsystems eingegangen, im zweiten Teil sollen neuere Entwicklungen
vorgestellt werden. In laufenden Forschungsprojekten wird beispielsweise
die Wechselwirkung zwischen Strömung und Seegang sowie das Entstehen
extremer Sturmfluten untersucht. In das operationelle Modellsystem wurde
zudem in diesem Jahr ein Schwebstofftransportmodell integriert,
welches eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung eines ökologischen
Modells der Nord- und Ostsee darstellt.
Termin
: Dienstag, 21. Oktober 2003, 14:45
Vortragender : Herr Dr. Ingo Harms, Institut für
Meereskunde, Universität Hamburg
Thema : Klimarelevante Prozesse in den arktischen Schelfregionen
am Beispiel der Barents- und Karasee
Zusammenfassung : Die Barentssee und die Karasee stellen,
als Teil des Arktischen Ozeans, eine Schlüsselregion im Klimasystem
des Arktischen Ozeans und des Nordatlantiks dar. Die klimarelevanten
Prozesse Eisbildung, Konvektion und die daraus folgende Wassermassentransformation
sind abhängig von lokalen, atmosphärischen Bedingungen aber
auch von den hydrographischen Verhältnissen, die wiederum von dem
nordatlantischen Einstrom und den Festlandsabflüssen entlang der
norwegischen und sibirischen Küste geprägt sind.
Anhand von Modelluntersuchungen und Beobachtungen soll die Bedeutung
der Festlandsabflüsse und der Eisbildung, insbesondere der sogenannten
,Eis-Polynien', dargestellt werden: Das Meereis des Arktischen Ozeans
stellt eine isolierende ,Decke' dar, die den Temperaturaustausch zwischen
Ozean und Atmosphäre größtenteils unterbindet. Unter
bestimmten Bedingungen kann sich die geschlossene Eisdecke aber öffnen
und das Oberflächenwasser ist dem Einfluss der Atmosphäre
ausgesetzt. Nur in diesen ,Polynien' ist ein intensiver, thermodynamischer
Austausch zwischen Ozean und Atmosphäre möglich. Die Folgen
für den Ozean sind hohe Wärmeverluste, starke thermodynamische
Eisbildung und Konvektion. Für die Atmosphäre bedeuten ,Polynien'
dagegen Wärmegewinn und Eintrag von Feuchte. Es wird angenommen,
dass trotz ihrer lokalen Begrenztheit die ,Polynien' eine wichtige Rolle
im Klimageschehen des Arktischen Ozeans spielen.
Termin
: Dienstag, 6. Mai 2003, 14:45
Ort : Deutscher Wetterdienst, Hörsaal, Bernhard-Nocht-Straße
76, 20359 Hamburg
Vortragender : Herr Prof. Dr. Michael Schatzmann, Meteorologisches
Institut der Universität Hamburg
Thema : Forschung auf dem Grenzgebiet zwischen Meteorologie
und Ingenieurwissenschaften
Zusammenfassung : Als einziges Meteorologisches Institut
in Europa verfügt das Meteorologische Institut der Universität
Hamburg über eine spezielle Abteilung für 'Technische Meteorologie'
mit Spezialwindkanälen zur Untersuchung mikrometeorologischer Fragestellungen.
Das Spektrum der in den Windkanälen durchgeführten Untersuchungen
ist weit gefächert. Es reicht von
- gezielten Experimenten zur Gewinnung von Modellvorstellungen
oder Parametrisierungen für subskalige Prozesse in meteorologischen
Simulationsmodellen
- über Arbeiten zur Anreicherung, Verallgemeinerung
und Interpretation von Daten aus Feldmesskampagnen oder
- die Erzeugung systematisch aufgebauter Datensätze
für die Validierung numerischer Modelle bis zur
- direkten Beantwortung von Fragestellungen aus
der Praxis, die aufgrund ihrer Komplexität der numerischen Simulation
nicht zugänglich sind.
Nach einführender Erläuterung der in der Technischen Meteorologie
zur Anwendung kommenden Methoden wird anhand konkreter Beispiele das
Potential dieser im Grenzgebiet zwischen Meteorologie und Ingenieurwissenschaften
angesiedelten Forschungsrichtung aufgezeigt.
Termin
: Dienstag, 15. April 2003, 14:45
Vortragender : Herr Dr. Siegfried Raasch, Institut
für Meteorologie und Klimatologie der Universität Hannover
Thema : "Wie wird das Wetter auf Mars und Venus?" -
Über die Physik planetarer Atmosphären
Zusammenfassung : Daten von Raumsonden und erdumkreisenden
Teleskopen haben in den vergangenen Jahren eine Vielzahl neuer Erkenntnisse
über die Gashüllen der Planeten unseres Sonnensystems geliefert.
Auf Basis dieser Daten werden im Vortrag generelle Eigenschaften (Chemie,
vertikaler Aufbau, globale Zirkulation) der Planetenatmosphären
erläutert und mit den Verhältnissen auf der Erde verglichen.
Am Beispiel unserer Nachbarplaneten Venus und Mars sowie des Jupiters
werden dabei insbesondere die Unterschiede in den globalen Zirkulationen
aufgezeigt und mögliche Ursachen dafür diskutiert. Darüber
hinaus wird auch auf Besonderheiten einzelner Planeten, wie z.B. auf
die Staubstürme des Mars, eingegangen.
Termin
: Dienstag, 25. März 2003, 14:45
Vortragender : Herr Dr. Gerrit Lohmann, Universität
Bremen
Thema : Meteorologische Interpretation geologischer
Daten - Eine Neuauflage des Aktualismusprinzips -
Zusammenfassung : Der griechische Philosoph Xenophanes
(ca. 570 - ca. 480 v. Chr.) deutete Fossilien von Meerestieren als Zeugen
früherer Überschwemmungen des Landes. Um aus der heutigen
Situation Rückschlüsse auf die Vergangenheit ziehen zu können,
bedienen sich die Geologen des Prinzips des Aktualismus, welches durch
Karl von Hoff (1771 - 1837) und Charles Lyell (1797 - 1875) formuliert
wurde. Als Grundlage gilt die Annahme, dass Kräfte und Erscheinungen
der geologischen Vorzeit mit den heute zu beobachtenden gleichartig
sind, so dass unmittelbare Rückschlüsse vom beobachtbaren
Erscheinungsbild auf frühere Bildungsvorgänge möglich
werden. Oder anders gesagt: Der Schlüssel zur Vergangenheit ist
die Gegenwart. In dem Vortrag wird dargelegt, wie dieses Prinzip auf
neuartige geologische Zeitreihen angewendet werden kann. DieseZeitreihen
haben eine genaue zeitliche Datierung und eine hohe zeitlicheAuflösung.
Archive für rezente und vergangene Klimavariationen werden u.a.
von Sedimenten in Seen und am Meeresboden, von Eiskernen, Baumringen
und Korallen geliefert. Durch Abzählen von Jahreslagen sind die
Informationen zum Teil jahrgenau bestimmbar. Den Schlüssel zum
Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen liefert dabei die
statistische Datenanalyse. Hierbei werden assoziierte Muster der atmosphärischen
Zirkulation und der Meeresoberflächentemperatur mit Hilfe von meteorologischen
und historischen Daten bestimmt.
Termin
: Dienstag, 4. März 2003, 14:45
Vortragender : Herr Prof. Dr. Burghard Brümmer,
Meteorologisches Institut der Universität Hamburg
Thema : Zyklonen und Meereistransport in der Framstraße
Zusammenfassung : Die Framstraße zwischen Grönland
und Spitzbergen ist das wichtigste Verbindungstor zwischen dem Arktischen
Ozean und dem Atlantik. Pro Jahr driften etwa 3000 km³ Süßwasser
in Form von Eis in den Atlantik; dies entspricht einer Menge von etwa
120 Elben. Die interannualen Schwankungen betragen +/- 50 Prozent. In
einem Forschungsprojekt an der Universität Hamburg wird zur Zeit
untersucht, welche Bedeutung Zyklonen in der Framstraße für
die Schwankungen des Meereistansportes haben können. Die Untersuchungen
basieren auf Langzeitdaten und Einzelfallmessungen während zwei
Feldexperimenten in den Jahren 1999 und 2002. Generell sorgen Zyklonen
in der Framstraße für eine Erhöhung des Eistransportes,
im Einzelfall kann es das Dreifache des Mittelwertes sein. Nicht alle
Zyklonen werden in den Vorhersagen und Analysen erfasst. Dies hat erhebliche
Konsequenzen für die gekoppelte und ungekoppelte Meereismodellierung.
Termin
: Dienstag, 11. Feb. 2003, 14:45
Vortragender : Frau Dr. Kirsten Warrach, Max-Planck-Institut
für Meteorologie, Hamburg
Thema : Eine Analyse der Klimavariabilität in
den Hudson Highlands und ihres potenziellen Einflusses auf die terrestrische
Biosphäre
Zusammenfassung : Die terrestrische Biosphäre
beeinflusst den atmosphärischen Energie- undWasserhaushalt und
fungiert als Senke oder Quelle für atmosphärisches CO2 und
Stickstoffverbindungen. Der Energie- und Wasseraustausch zwischen der
Atmosphäre und der terrestrischen Biosphäre steht in Wechselwirkung
mit dem Kohlenstoff- und Stickstoffkreislauf. DieKopplung zwischen Modellen
hydrologischer Systeme und von Ökosystemen über diese biogeochemischen
Zyklen ist daher ein wichtiger Schritt bei Untersuchungen über
Klimavariabilität, Klimaänderungen und Landnutzungsänderungen.
Im Nordosten der USA führte der Temperaturanstieg im Winter sowie
in den Sommernächten des 20. Jahrhunderts zu einem Anstieg der
Jahresmitteltemperatur um 1°C. Seit1950 sanken allerdings die Maximaltemperaturen
zwischen Frühjahr und Herbst signifikant. In den Hudson Highlands,
ca. 90 km nördlich von NewYork City, liegt der Black Rock Forest,
ein Waldgebiet, in dem das Ökosystem seit 100 Jahren beobachtet
und untersucht wird. Ziel dieser Untersuchung ist die Analyse der Klimavariabilität
und der Trends des 20. Jahrhunderts, die für Prozesse des Ökosystems
relevant sind.
Termin
: Dienstag, 14. Jan. 2003, 14:45
Vortragender : Dr. Tido Semmler, Meteorologisches Institut
der Universität Hamburg
Thema : Der Wasser- und Energiehaushalt der arktischen
Atmosphäre
Zusammenfassung : Die arktische Atmosphäre spielt
als eine große Energiesenke im globalen Klimasystem eine entscheidende
Rolle und beeinflusst maßgeblich das Klima der mittleren Breiten.
Um die klimatologisch mittleren Wasser- und Energietransporte über
die unteren, seitlichen und oberen Ränder der arktischen Atmosphäre
nördlich von 70°N in Abhängigkeit von der Jahreszeit zu
berechnen, wird das regionale Klimamodell REMO nach umfangreicher Weiterentwicklung
für Studien in der Arktis verwendet. Ferner werden die Einflüsse
der Nordatlantischen Oszillation und der Meereisverteilung auf den Wasser-
und Energiehaushalt der arktischen Atmosphäre untersucht. Die Nordatlantische
Oszillation hat einen deutlichen Einfluss insbesondere auf den Wasserhaushalt
der arktischen Atmosphäre. Es wird gezeigt, dass eine
Änderung der Eisverteilung in der Arktis eine Änderung der
großskaligen Zirkulation und damit eine Änderung des Klimas
nicht nur in der Arktis, sondern auch in den mittleren Breiten bewirken
kann.
2002
Termin: Dienstag, 17. Juni 2002, 14:45
Vortragender : Dipl.-Phys. Andreas Kresling, Deutscher
Wetterdienst, Niederlassung Hamburg
Thema : Die drei Orkane "Jennifer", "Xanthia" und "Anna
III" des letzten Winters
Zusammenfassung : Die drei Winterorkane "Jennifer"
im Januar 2002 sowie "Xanthia" und "Anna III" im Februar 2002 machen
die Probleme der Vorhersage solcher extremen Ereignisse deutlich. Am
Beispiel dieser drei Orkane werden die gegenwärtigen auf Modellprodukten,
den Ergebnissen anderer meteorologischer Zentren und den meteorologischen
Erfahrungen des Synoptikers basierenden Vorhersageverfahren beschrieben
und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen aufgezeigt. Es werden
die herausgegebenen Warnungen erörtert, ebenso wird auf die Folgereaktionen
in den Medien eingegangen.
Termin
: Dienstag, 28. Mai 2002, 14:45
Vortragender : Dr. Olaf Krüger, Meteorologisches
Institut der Universität Hamburg
Thema : Der Einfluss des Aerosols auf die optischen
Eigenschaften der Wolken
Zusammenfassung : Zur Erkennung des indirekten Aerosoleffektes
wurden AVHRR Satellitenmessungen analysiert. Hierfür wurden Langzeitmessungen
über Mitteleuropa, insbesondere in Gebieten hoher Schadstoffkonzentrationen
berücksichtigt. Die ersten Ergebnisse zeigen eine Abnahme der Albedo
der Wolken nach 1989.
Termin:
Dienstag, 16. April 2002, 19.00 Uhr, in Zusammenarbeit
mit der Geographischen Gesellschaft
in Hamburg
Vortragender : Dr. Mojib Latif, Max-Planck-Institut
für Meteorologie, Hamburg
Thema : Ist das Klima vorhersagbar?
Zusammenfassung: Seit der fundamentalen Arbeit von
Lorenz (1963) wissen wir, dass die theoretische Grenze für Wettervorhersagen
bei etwa zwei Wochen liegt. Dies resultiert aus dem chaotischen Charakter
der Atmosphäre, der dazu führt, dass noch so kleine Fehler
in den Anfangsbedingungen rasch anwachsen und sich die Güte von
Wettervorhersagen innerhalb einiger Tage schnell
vermindert. Da die Wettervorhersage mathematisch gesehen ein Anfangswertproblem
darstellt und wir den Anfangszustand niemals exakt bestimmen können,
werden wir diese theoretische Grenze der Wettervorhersagbarkeit von
etwa zwei Wochen auch in der Zukunft nicht entscheidend verlängern
können.
Jenseits dieser theoretischen Grenze der Wettervorhersagbarkeit gibt
es aber dennoch Vorhersagbarkeit in der Atmosphäre, die man als
jahreszeitliche oder saisonale Vorhersagbarkeit bezeichnet. Bei der
Jahreszeitenvorhersage geht es im Gegensatz zur Wettervorhersage nicht
darum, einzelne Wetterelemente, wie z.B. die Zugbahn eines Tiefdruckgebiets,
vorherzusagen, sondern darum, das über einen bestimmten Zeitraum
gemittelte Wetter, das Klima, vorherzusagen. Dies kann z.B. der Niederschlag
gemittelt über eine bestimmte Region und eine Jahreszeit sein.
Die saisonale Vorhersagbarkeit hat ihren Ursprung in langsamen Veränderungen
der Randbedingungen, wie z.B. Anomalien der Meeresoberflächentemperatur
oder der Meereisausdehnung. Derartige Anomalien sind in der Lage, unter
bestimmten Umständen das Klima zu bestimmen, und das Klima ist
dann vorhersagbar, wenn die Anomalien in den Randbedingungen selbst
vorhersagbar sind.
Im Vortrag werden Beispiele für die saisonale Vorhersagbarkeit
diskutiert, vor allem im Zusammenhang mit dem El Nino Phänomen.
Es werden aber auch Fragen zum globalen Wandel angerissen, insbesondere
die Unsicherheiten in den Berechnungen zum menschlichen Einfluss auf
das Klima.
Termin
: Dienstag, 5. März 2002,
Vortragender : Prof. Dr. Jens Meincke, Institut für
Meereskunde der Universität Hamburg
Thema : Die extreme Veränderlichkeit des Nordatlantiks
während der letzten drei Dekaden
Zusammenfassung : Die letzten drei Dekaden waren ein
Glücksfall für beobachtende Ozeanographen im Nordatlantik:
Gute Beobachtungsprogramme und extreme Schwankungen in der atmosphärischen
Anregung erbrachten den Nachweis, dass Oberflächensignale im nördlichen
Bereich der thermohalinen Umwälzbewegung auf der Zeitskala von
wenigen Jahren in die atlantische Tiefenzirkulation eingetragen werden.
Neue Ergebnisse, aber auch neue Fragen werden vorgestellt.
Termin
: Donnerstag, 21. Feb. 2002, 18:00, in Zusammenarbeit
mit der
Geographischen Gesellschaft
in Hamburg und der Wissenschaftlichen
Buchgesellschaft, Darmstadt
Vortragender : Prof. Dr. Rüdiger Glaser, Universität
Heidelberg
Thema : 1000 Jahre Wetter, Klima, Katastrophen - zur
Klimageschichte Mitteleuropas
Zusammenfassung : Der Orkan "Wiebke" 1990, das Oder-Hochwasser
von 1997, der Sturm "Lothar" im Jahr 1999 und weitere Unwetter und Klimakatastrophen,
dazu noch Treibhauseffekt und Ozonloch und die neuesten Szenarien des
IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), haben die Fachwelt
und die Öffentlichkeit aufhorchen lassen: Haben wir es mit einer
Klimaveränderung zu tun, die durch den Menschen verschuldet ist?
Oder gab es eine Häufung solch extremer Vorkommnisse auch in der
Vergangenheit? Wie wird unsere klimatische Zukunft aussehen? Erstmals
können derartige Fragen für Mitteleuropa vor dem Hintergrund
einer 1.000 Jahre umfassenden Klimadarstellung diskutiert werden, die
auf der Auswertung unterschiedlichster Daten und Quellen gründet.
In dem Vortrag wird allgemeinverständlich zunächst auf die
rezenten Facetten des Klimas in Mitteleuropa eingegangen. Anschließend
wird die Entwicklung der letzten 150 Jahre - wie sie sich auf der Grundlage
instrumenteller Daten nachvollziehen läßt - vorgestellt.
Die dabei erkennbaren neueren Entwicklungen werden dann mit dem Gang
des Klimas der letzten 1000 Jahre gekoppelt. Dabei sollen Antworten
auf folgende Fragenkreise gegeben werden: Gab es derartige Entwicklungen
bereits in der historischen klimatischen Vergangenheit? Wie sah die
Variabilität in der Vergangenheit aus? Gibt es neue Tendenzen oder
Trends, die auf eine menschliche Einflußnahme schließen
lassen? Um den Zuhörern die Verläßlichkeit derartiger
Rekonstruktionen näher zu bringen werden sollen zunächst die
historischen Daten, dann aber auch die Verarbeitungsschritte der 1000-jährigen
Rekonstruktion vorgestellt werden, um schließlich auf den Entwicklungsgang
von Temperatur und Niederschlag sowie auf einzelne Klimakatastrophen
wie Hochwässer oder Stürme der Vergangenheit einzugehen. Darüber
hinaus sollen auch einige Ausblicke auf die Klimafolgen in der Vergangenheit
gegeben werden.
Termin
: Dienstag, 12. Feb. 2002, 14:45
Thema : Erfassung von atmosphärischen Parametern
mit einem bodengebundenen IR-Fourierspektrometer
Vortragender : Dr. Stephan Bakan, Max-Planck-Institut
für Meteorologie, Hamburg
Zusammenfassung : In den letzten Jahren wurde am Max-Planck-Institut
für Meteorologie, Hamburg, das Interferometersystem OASIS zur bodengebundenen
Atmosphärenspektroskopie im nahen und mittleren Infrarot und zur
Fernerkundung der unteren Atmosphäre aufgebaut. Für eine möglichst
genaue quantitative Eichung wurden Schwarzkörper mit hoher Emissivität
entwickelt. Vergleiche mit ähnlichen Systemen anderer Gruppen zeigen
eine ermutigende Übereinstimmung der geeichten Spektren. Diese
werden zur Ableitung vonTemperatur- und Feuchteprofilen der Grenzschicht,
zur Abschätzung des Säulengehaltes chemischer Substanzen,
zur Analyse von Ozeanoberflächen- emissivität und -temperatur,
zur Untersuchung von Wolkeneigenschaften und zur Einschätzung des
Einflusses von Wasserdampf und Aerosol auf die Gegenstrahlung im thermischen
infraroten Strahlungsfenster genutzt. Im Vortrag werden das System und
bisherige Ergebnisse vorgestellt, die das Potential solcher Messungen
für Monitoringaufgaben zeigen sollen.
Termin
: Dienstag, 15. Jan. 2002, 14:45
Thema : Ein tiefer Konvektionswirbel in der Grönlandsee
Vortragender : Dr. Jürgen Holfort, Inst. für
Meereskunde, Universität Hamburg
Zusammenfassung : Im März 2001 wurde die, seit
1971, tiefste Konvektion in der Grönlandsee gemessen. In einem
kleinskalig vermessenen Wirbel mit einem Durchmesser von etwa 15 km
waren die Temperatur und der Salzgehalt von der Oberfläche bis
in etwa 2400 m Tiefe fast konstant. Entgegen den Erwartungen zerfällt
dieser Wirbel nicht und ist auch ziemlich ortsfest. Seit März befindet
sich auch ein profilierender Drifter in diesem Wirbel und er wurde in
den Folgemonaten mehrmals wieder vermessen, so dass auch Aussagen über
die zeitliche Entwicklung möglich sind.
2001
Termin
: Donnerstag, 06.12.2001, 18:00, in Zusammenarbeit mit
der Geographischen Gesellschaft
in Hamburg
Vortragender : Prof. Dr. Fritz Schweingruber, Universität
Basel
Thema : Klima- und Umweltrekonstruktionen mit Jahrringen
Zusammenfassung : Anhand eines die nördliche Hemisphäre
umspannenden Netzwerkes kann die flächenhafte Variabilität
der Sommertemperaturen und die Wirkung vulkanischer Eruptionen rekonstruiert
werden. Nur anhand von Jahrringen der Pflanzen ist die heutige Klimasituation
im zeitlichen Umfeld von 1000 Jahren sicher beurteilbar. Im Weiteren
wird aufgezeigt, dass die Jahrringe in mehrjährigen Kräutern
im Problemkreis Global Change eine wichtige Rolle spielen. Anhand von
Dias und Folien werden Aspekte und Ergebnisse der Feldforschung in Nordsibirien
dargestellt.
Termin
: Donnerstag, 22.11.2001, 18:00, in Zusammenarbeit mit
der Geographischen Gesellschaft
in Hamburg
Vortragender : Dr. Gerhard Berz, Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft,
München
Thema : Weltweite Zunahme der Naturkatastrophen: Ist
die Klimaänderung schuld?
Zusammenfassung : Häufigkeit und Schadenausmaß
großer Naturkatastrophen haben in den letzten Jahrzehnten weltweit
dramatisch zugenommen. Hauptursachen sind die zunehmende Besiedelung
und Industrialisierung von Hochrisikozonen, die Verstädterung und
die gestiegene Anfälligkeit moderner Industriegesellschaften und
Technologien für Störungen der Infrastruktur. Daneben zeichnet
sich ab, dass die Erwärmung der Erdatmosphäre und die daraus
resultierende Intensivierung der Sturm- und Niederschlagsprozesse den
Katastrophentrend erheblich verstärken werden, wenn nicht rasch
einschneidende Vorsorgemaßnahmen ergriffen werden. In dem Vortrag
werden die Ursachen von Katastrophenzunahme dargestellt.
Termin :
Donnerstag, 08.11.2001, 18:00, in Zusammenarbeit mit der Geographischen
Gesellschaft in Hamburg
Vortragender : Prof. Dr. Wilfried Endlicher, Humboldt-Universität
Berlin
Thema : El Nino - Klimaschwankungen am Pazifik im
Zusammenspiel zwischen Ozean und Atmosphäre mit weltweiten
Auswirkungen
Zusammenfassung : Stürme, Überschwemmungen,
Dürren, Buschfeuer - ist El Nino, das "Christkind" vom Pazifik,
wirklich an allem schuld? Der Vortrag versucht eine Antwort, indem
die ozeanographischen und klimatologischen Hintergründe dieser
natürlichen Klimaschwankung dargelegt, die regionalen Auswirkungen
rund um den Pazifik aufgezeigt und die weltweiten Telekonnektionen
beschrieben werden. Abschließend werden noch die möglichen
Zusammenhänge zwischen anthropogenem Zusatztreibhauseffekt und
El Nino diskutiert.
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