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Schwerpunktthema: DACH MT 2001
Titelbild:
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S. Theunert, Wittlich
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Prof. Dr. J. Taubenheim wurde die Ehrenmitgliedschaft der DMG verliehen. Die Laudatio verfasste Joachim Neisser (Lindenberg):
Vorsitzender und Kurator des Komplexes "Solar-terrestrische Physik" im Rahmen der KAPG der damaligen Ostblockländer. Dabei erwarb er sich besondere Verdienste bei der aktiven Gestaltung der internationalen Kooperation und der Weiterbildung in Sommerschulen sowie als Initiator und Herausgeber der Zeitschrift "Physica Solari Terrestris" Sekretär der Kommission ICMUA (International Commission on Meteorology of the Upper Atmosphere) der IAMAP Vice-Chairman und Chairman der "Interdivisional Commission on Middle Atmosphere" in der IAGA Vice-Chairman der Task Group on "International Reference Atmosphere" von COSPAR/URSI Jens Taubenheim war schon über 60 Jahre, als noch eine besondere Herausforderung auf ihn zukam - die schwierige Zeit der Eingliederung der ostdeutschen Atmosphärenforschung in einen gesamtdeutschen Wissenschaftsrahmen Anfang der 90er Jahre. Dabei erwarb er sich besondere Verdienste. Auf der Grundlage seiner über die Grenzen bekannten wissenschaftlichen Leistungen und seiner über Jahrzehnte währenden persönlichen Integrität war er in dieser Umbruchperiode ein Kristallisations- und Orientierungspunkt für Ost und West bei der Erarbeitung von strategischen Entscheidungen, die erheblichen Einfluss auf das Schicksal von Forschungseinrichtungen und das persönliche Schicksal der betroffenen Wissenschaftler hatten. Dabei bemühte sich Jens Tau-benheim u.a. als Mitglied der AG Umweltforschung des Wissenschaftsrates der BRD, als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats beim Deutschen Wetterdienst sowie in Evaluierungskommissionen um die Erhaltung und Stabilität von wichtigem Atmosphärenforschungspotenzial im Ostteil Deutschlands. In dieser Zeit wird er 1990 zum Vorsitzenden der Meteorologischen Gesellschaft in der DDR gewählt, und nach der deutschen Wiedervereinigung ist er stellvertretender Vorsitzender der nunmehr gesamtdeutschen DMG. Jens Taubenheim förderte die Vereinigung der beiden Fachzeitschriften zur "Meteorologischen Zeitschrift" (Neue Folge) und fungiert als einer der ersten Herausgeber. Seine Verdienste sind mehrfach Gegenstand von Ehrungen, so erhält er z.B. 1985 die Johannes-Stroux-Medaille der Akademie der Wissenschaften, und 1995 bekommt er das Bundesverdienstkreuz der BRD. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher "Leopoldina". 1994 wird Prof. Taubenheim am Institut für Meteorologie der FU Berlin emeritiert. Bis heute hat er ein stets offenes Ohr für neue Forschungen in der Universität in der Geophysik und ist oft Diskussionspartner auf den Kolloquien der Universität und bei der DMG im ZV Berlin-Brandenburg. "Hervorragende Verdienste um die Meteorologie oder um die DMG...", so fordert es die Satzung unserer Gesellschaft für Ehrenmitglieder. Beides trifft in hohem und besonderem Maße auf das Ehrenmitglied der DMG Jens Taubenheim zu. |
Reinhard-Süring-Medaillen der DMGDie Laudatio für den Preisträger Prof. Christian Hänsel erstellte Peter Hupfer (Berlin):
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Reinhard-Süring-Medaillen der DMGUdo Gärtner, Präsident des DWD, hielt die Laudatio für den Preisträger Dipl.-Met. Konrad Balzer zur Verleihung der Reinhard-Süring-Medaille (zusammengefasst von Sabine Theunert, Wittlich):
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Frau Dr. C. Luedecke war die Laudatorin für den Paulus-Preisträger Dr. St. Emeis:
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| Abb.: Der 1. Preis für das schönste Poster ging an Foken et al., Deutschland sowie Suny, Österreich. |
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Wie bei jeder Meteorologentagung bezuschusste auch dieses Mal die DMG die Teilnahme einer größeren Anzahl von Studenten an der Meteorologentagung DACH´MT 2002 in Wien. Die Unterstützung wurde auf Zweig-vereinsebene organisiert. Nachfolgend werden Berichte von zwei Studenten des ZV Rheinland, der Universitäten Bonn und Trier stellvertretend abgedruckt, die einen exemplarischen Einblick in das Tagungsgeschehen geben bzw. auch kritisch hiermit auseinander setzen. Bericht I
Bernd Maurer
Bericht II
Mittwoch 19. Sept.
GRIESER, J.: Werden extreme Wettersituationen
wahrscheinlicher?
MENZEL A.: Start und Ende der Vegetationsperiode
aus phänologischen Bodenbeobachtungen und Satellitendaten
Donnerstag, 20. September
SPERLING, T.: Anwendung eines komplexen Ausbreitungsmodells
zur Bestimmung von Immissions-Kenngrößen im gegliederten Gelände
MAYER, H: Ansätze für Luftqualitätsindizes
KUNKA, R.: Flächenhafte Regionalisierung
von Klimagrößen aus Messfahrten durch GIS-gestützte mathematische Analyseverfahren
BIGALKE, K.: METRAS+: Ein benutzerorientiertes
Werkzeug zur Stadt- und Regionalplanung für Beratungsunternehmen und
Behörden.
Freitag 21. September
Neben den interessanten und informativen Fachvorträgen
konnte ich vor allem durch viele Gespräche und Diskussionen mit anderen
Tagungsteilnehmern wertvolle Anregungen für meine weitere Arbeit im
Fachbereich der Klimatologie erhalten.
Dipl. Geogr. J. Junk
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Ort: Wien, Messe
1. Tagesordnung:
Vor Beginn der eigentlichen Mitgliederversammlung
werden die besten Poster der DACH-MT prämiiert.
Von der DMG wurden außerdem die folgenden Preise und Medaillen vergeben:
Der Vorsitzende, Prof. W. Wehry, eröffnet die Mitgliederversammlung und begrüßt die anwesenden DMG-Mitglieder und Gäste. Die Tagesordnung wird einstimmig angenommen. TOP 2
TOP 3
TOP 4
TOP 5
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TOP 7
TOP 8
TOP 9
TOP 10
Bei zwei Enthaltungen stimmte die Mitgliederversammlung der vorgeschlagenen und während der Versammlung modifizierten Erhöhung der Mitgliedsbeiträge zu. TOP 11
TOP 12
TOP 13
Herr Hasse erinnert daran, dass die Anregung für "promet" und Konzeption als Fortbildungszeitschrift von Prof. Wippermann kam. Von Anfang an war die DMG an "promet" beteiligt und zahlreiche Beiträge sind von DMG-Mitgliedern außerhalb des DWD geschrieben worden. Herr Hasse appelliert an die Kollegen, auch weiterhin zu "promet" beizutragen. Fortbildung als Teil der Lehre gehöre zu den Aufgaben der Hochschullehrer, und "promet" sei auch in den Universitätsinstituten immer stark gefragt gewesen. Der Vorsitzende spricht seinen Dank an Herrn Behr, die Leitung des DWD und alle Manuskriptgeber aus. TOP 14
TOP 15
TOP 16
Ideen, wie die Attraktivität der wissenschaftlichen Gesellschaft DMG gesteigert werden kann, werden dringend erbeten. TOP 17
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Neues von der EMS
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Nach wie vor wird der Begriff "Wetter" in den
Lehrbüchern oft gar nicht oder nur stiefmütterlich behandelt (wenige
rühmliche Ausnahmen gibt es). Für einen meteorologischen Zentralbegriff
ist diese Tatsache erstaunlich, zumal über den Parallelbegriff "Klima" als
zeitliche Synthese des Wetters eine überreiche Diskussion geführt
wurde und eine umfangreiche Literatur zur Begriffsdiskussion bereitsteht.
Bei Grundbegriffen ist es für die Verständigung nützlich, wenn wissenschaftlicher und populärer Sprachgebrauch übereinstimmen. Die Verständigung wird erschwert, wenn beides auseinander klafft. Für den Wissenschaftler ist z. B. die Meteorologie die Wissenschaft von der Atmosphäre, für den Laien nur die Wettervorhersage. Beim Wetterbegriff besteht eine solche Diskrepanz nicht. Nach der sowohl von den Meteorologen als auch von Laien tatsächlich verwendeten Definition des Wetters ist aber die übliche Definition in den Lehrbüchern "Wetter ist der atmosphärische Zustand an einem Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt" falsch, wird zumindest in dieser Form weder von den Meteorologen noch von den Laien verwendet. Eine Diskrepanz besteht also zwischen dem tatsächlichen Sprachgebrauch und der üblichen schriftlich fixierten Wettterdefinition. Angenommen, es herrsche eine Hochdruckwetterlage mit wolkenlosem Himmel und die Temperatur sei mittags 15 Grad höher als morgens. Dann wird weder der Meteorologe noch der Laie von einer Wetteränderung oder einem Wetterumschwung sprechen, obgleich sich der atmosphärische Zustand deutlich geändert hat. Wenn sich aber eine Wolkendecke bildet, so werden - sogar bei evtl. gleichbleibender Temperatur - sowohl Meteorologen als auch Laien eine Wetteränderung bzw. einen Wetterumschwung konstatieren. Offenbar ist der Begriff des Wetters nicht mit dem atmosphärischen Zustand schlechthin, sondern nur mit besonderen bzw. ausgewählten Erscheinungen verbunden, und zwar allgemein mit aperiodischen Änderungen außerhalb des periodischen Tagesganges der atmosphärischen Größen, vor allem mit sichtbaren Erscheinungen wie Bewölkung und Niederschlag. Danach ergibt sich folgende mögliche Definition des Wetters: Das Wetter ist der atmosphärische Zustand an einem Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt, soweit er auf aperiodischen, vor allem auf sichtbaren Erscheinungen wie Bewölkung und Niederschlag beruht, wobei periodische tageszeitliche Änderungen ausgeschaltet werden. Man erkennt eine gewisse Unschärfe des Wetterbegriffs, ganz im Gegensatz zum sehr scharf profilierten Klimabegriff. Die periodische jahreszeitliche Veränderung wird im Unterschied zur tageszeitlichen beim Wetterbegriff eher berücksichtigt. Wolkenarmes Hochdruckwetter im Winter und im Sommer repräsentieren im Sprachgebrauch unterschiedliches Wetter. Eine weitere Besonderheit des Wetterbegriffs besteht darin, dass das Wetter von vornherein eine Tendenz zur mittelräumigen Erstreckung zeigt. Auf den verschieden exponierten Seiten eines kleinen Hügels oder eines Bauwerks herrscht ein unterschiedliches Klima, aber kein unterschiedliches Wetter. Erst ein größeres Gebirge mit Stau- und Leeeffekten erzeugt Wetterunterschiede. Es be-stände also auch die Möglichkeit, in der genannten Definition des Wetters vom Bezug auf einen Ort abzugehen und "an einem Ort" durch "in einem Gebiet" zu ersetzen. Nach dieser Definitionsvariante träfe dann nicht mehr zu, dass das Klima die zeitliche Synthese des Wetters darstellt, weil das Klima streng ortsbezogen ist. Ein häufig vorkommendes Beispiel aus der Praxis der Wetterprognose sei noch genannt. Nicht selten findet man in Wetterprognosen die Formulierung "Die Temperatur steigt morgen auf xx Grad". Dabei umfasst der prognostizierte Anstieg sowohl den nicht wetterbezogenen periodischen bzw. klimatologischen Tagesgang der Temperatur als auch die echt wetterhafte Veränderung beispielsweise durch herankommende Warmluft oder durch allmähliche Wärmeakkumulation bei wolkenarmem Hochdruckwetter in der strahlungsreichen Jahreszeit. Im Sinne des Nutzens für den Anwender wäre es besser, den meist mehr interessierenden wetterbezogenen Aspekt zu betonen und statt dessen oder ergänzend z. B. zu formulieren "Die Mittagstemperatur wird morgen xx Grad höher (bzw. niedriger) liegen als heute". Die angeschnittenen Probleme sollten in der Fachwelt und in den Lehrbüchern mehr als bisher diskutiert werden. Literatur: Flemming, G., Die Definition des Wetters. Mitt. DMG 3/96 S. 27-28 und 4/96 S. 31 Prof. Dr. G. Flemming
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Stand: 9. April 2002, Webimplementierung: A. Spekat