| Schwerpunktthema: Observatorien
und Alpine Metorologie
Titelbild:
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Grußwort des Vorsitzenden der DMGZum bevorstehenden Jahreswechsel 2000/2001 möchte ich Ihnen einen kurzen Rück- und Ausblick geben. Im Jahr 2000 blicken nicht nur die Fachausschüsse und regionalen Gliederungen auf eine erfolgreiche Arbeit zurück, sondern auch die meteorologische Zeitschriftenlandschaft hat eine grundlegende Umstrukturierung erfahren. Aus der METEOROLOGISCHEN ZEITSCHRIFT kommen nach ihrer gemeinsamen Publikation mit den BEITRÄGEN ZUR PHYSIK DER ATMOSPHÄRE vielversprechende Impulse: Die Seitenzahl pro Heft ist ab Herbst 2000 um 25% gestiegen, und die Zeitschrift wird ab 2001 auch als elektronisches Journal verfügbar sein (siehe Beitrag in diesem Heft). Unsere Mitgliederzeitschrift MITTEILUNGEN DMG hat ihr Konzept überarbeitet und ihr Layout ansprechend modernisiert. Der Erfolg all dieser Weiterentwicklungen wäre ohne das Engagement der Mitwirkenden nicht möglich, und dafür sei ihnen herzlich gedankt, zumal viel Freizeit mit eingebracht worden ist und weiterhin wird. Erfreuliches gibt es auch von der verschollen geglaubten Fortbildungszeitschrift PROMET zu berichten: Sie wird 2001 vom DWD wieder herausgegeben (siehe Beitrag in diesem Heft) und wird dann auch den interessierten DMG-Mitgliedern zugesandt.Das Europaweite Zusammenwachsen ist ein Vorgang, bei dem die Meteorologie bereits weit fortgeschritten ist. Dies mitzugestalten ist eine vornehme Aufgabe der DMG. Sie engagiert sich stark in der European Meteorological Society (EMS), die, wie bereits an anderer Stelle berichtet, vor etwas mehr als einem Jahr gegründet wurde; ihr gehören derzeit 24 Meteorologische Gesellschaften aus ganz Europa und seit Neuestem auch überregionale Institutionen an. Das EMS-Sekretariat befindet sich in Berlin und unser DMG-Sekretär, Arne Spekat, ist mit der zweiten Hälfte seines Engagements auch EMS-Sekretär. Darf ich Sie auf den 6. EMS-Newsletter hinweisen [der mit der Papierausgabe der Mitteilungen an alle DMG-Mitglieder verschickt wurde, Anm. A. Spekat]. Es ist so etwas wie die "Geburtsanzeige" der EMS und soll Ihnen die Ziele und Aktivitäten näher bringen; darüber hinaus enthält er eine Fülle von Adressen unserer Schwestergesellschaften. Eine weitere Facette der Überregionalität unserer Aktivitäten ist die neue Namensgebung des Europäischen Meteorologischen Kalenders. Wir konnten, nachdem die Société Météorologique de France bereits seit Jahren dabei ist, nun auch die Mitarbeit der Royal Meteorological Society gewinnen. Der Kalender ist eine Erfolgsstory mit 19-jähriger Kontinuität und wird auch in Zukunft maßgeblich in Berlin hergestellt. Wir blicken auf das Jahr 2001 in hoher Erwartung: Als herausragendes Ereignis findet im September 2001 die traditionelle Meteorologentagung als DACH-MT in Wien statt. Anlass dafür, dass wir nach Wien gehen, ist das 150-jährige Bestehen der Wiener Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Die Tagung wird gemeinsam von der Österreichischen Gesellschaft für Meteorologie (ÖGM), der DMG und der Schweizerischen Gesellschaft für Meteorologie (SGM) ausgerichtet (siehe Beitrag in diesem Heft). Ich würde mich freuen, wenn zahlreiche Mitglieder unserer Gesellschaft den Weg nach Wien finden würden. An dieser Stelle möchte ich alle neuen DMG-Mitglieder herzlich willkommen heißen und darüber hinaus allen Mitgliedern für ihr Interesse und Engagement danken, das sie unserer Gesellschaft entgegengebracht haben. Für den - nun wahren - Jahrtausendwechsel wünsche ich Ihnen alles Gute - wir sehen spannenden Zeiten entgegen. Werner Wehry, Berlin |
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In dieser Ausgabe der Mitteilungen wir der Schwerpunkt
"Alpine Meteorologie", zum Beispiel mit einer Reihe von Beiträgen
zu Observatorien (i.A. in den Alpen) fortgesetzt.
Das Bergobservatorium Säntis - seit 1882 eine stete Herausforderung für die Konstrukteure meteorologischer Instrumente Ausgelöst durch spezielle Empfehlungen anlässlich der beiden ersten internationalen Meteorologenkongresse 1873 in Wien und 1879 in Rom und auf Initiative des damaligen Chefs des Meteorologischen Büros der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft, Dr. h.c. Robert Billwiller sen., wurde am 1. September 1882 auf dem Säntis mit regelmäßigen meteorologischen Beobachtungen begonnen. Vorgängig fanden 1879 je eine Begehung dieses 2500 Meter hohen Ostschweizer Voralpengipfels statt: Prof. Julius Hann aus Wien sowie die bekannten Hamburger Meteorologen Prof. Koeppen und Dr. Sprung bestätigten aus internationaler Expertensicht die Eignung des Säntis als meteorologisches Bergobservatorium.
Thomas Gutermann, Zürich
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Sonnblick heute
Bacterial Life in Clouds Ansprechpartner: B. Sattler, Inst. Limnologie
Uni Innsbruck, H. Puxbaum, TU Wien, Inst. für analytische Chemie,
R. Psenner, Inst. f. Limnologie Uni Innsbruck.
CO2-Gasstoffwechsel von Flechten Ansprechpersonen: R. Türk, R. Reiter, Institut
für Pflanzenphysiologie, Uni Salzburg.
Ansprechpartner : W. Kutschera, VERA, C. Brenninkmeijer,
MPI Mainz
ENVINET Ansprechpartner: H. Puxbaum, TU Wien, Inst.
für analytische Chemie, M. Staudinger, ZAMG.
Gammaspektroskopie Ansprechpartner: E. Henrich, BMLFUW, W. Ringer,
Bundesamt für Agrarbiologie.
GAW und GAW-DACH Ansprechpartner: A. Kaiser, ZAMG.
Gletscher-Monitoring Sonnblickgebiet Ansprechpartner: R. Böhm, W. Schöner,
ZAMG Abt. Klima.
Klimatographie Sonnblick Ansprechpartner: I. Auer, W. Schöner, ZAMG
Abt. Klima
Luftschadstoffe Ansprechpartner: R. Baumann, Umweltbundesamt
Wien, M. Mandl, ZAMG.
CRANOX Etwa acht Monate nach der Übergabe des gesamten
Systems hat das CRANOX (Nox Messungen) Anfang September seinen, wenn auch
noch eingeschränkten Betrieb aufgenommen.
Kohlenmonoxid (CO) Ansprechpartner: P. Biebl, ASLR, Abt.16, M.
Mandl, ZAMG.
Lawinenmeldungen Ansprechpartner: Amt der Salzburger Landesregierung,
Ref. 0/913, http://www.land-sbg.gv.at/lawinen/
Meteorologie Ansprechpartner: M. Staudinger, ZAMG, K. Zimmermann,
ZAMG, Abteilung Technik.
Niederschlagschemie Ansprechpartner: P. Biebl, ASLR, Abt.16, H.
Puxbaum, TU Wien, Inst. analytische Chemie.
Ortsdosisleistung Gammastrahlung Ansprechpartner: E. Henrich, BMLFUW.
Ozonschichtdicke und UVB - Monitoring Ansprechpartner: H. Kromp-Kolb, BOKU Wien, Inst.
für Meteorologie und Physik
Schneechemie Ansprechpartner: W. Schöner, ZAMG Abt.
Klima, H. Puxbaum, TU Wien, Inst. für analytische Chemie.
STACCATO Ansprechpartner: A. STOHL, Lehrstuhl Forstmeteorol,
TU München.
Tritiumgehalt der Atmosphäre Ansprechpartner: R. Tesch, arsenal research,
Wien.
VOC - Messungen Ansprechpartner: Werner Lindinger, Inst. f.
Ionenphysik, Uni Innsbruck.
Wolkenchemie Ansprechpartner: A. Kasper-Giebl, TU Wien, Inst.
für analytische Chemie.
M. Staudinger, ZAMG, Wien |
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Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Gletschern
in den Alpen weist eine lange Tradition auf. Bereits während der sog.
"Kleinen Eiszeit", also etwa zwischen 1400 und 1850, waren die Bewohner
der Alpen nicht nur von den Eismassen beeindruckt, sondern empfanden sie
auch als eine reale Bedrohung, verursacht durch mehrfaches Gletscherwachstum
in Folge der kühlen, feuchten Sommer dieser Epoche. So kam es, dass
neben Bergsteigern und Malern auch bald Wissenschaftler, allen voran Kartografen
wie z.B. Peter Anich und Blasius Hueber in ihrem Atlas von Tyrol
(1974) die Größe und Lage der vergletscherten Gebiete zu erfassen
suchten. Wenn auch diese frühen, Gletschergebiete ausweisenden Karten
noch sehr einfach waren, so lieferten sie dennoch eine Vorstellung von
der Ausdehnung der Eisflächen. Sebastian Finsterwalder (1897) von
der Technischen Hochschule München war der erste, der mit seiner fotogrammetrisch
aufgenommenen Karte des Vernagt- und Guslarferners von 1889 die Gletschervermessung
auf eine wissenschaftliche Basis stellte. Mit dieser hochgenauen Gesamtaufnahme
der beiden Gletscher im Maßstab 1:10000 lieferte er nicht nur die
methodische Grundlage für die weitere Entwicklung der Gletschervermessung
sondern initiierte darüber hinaus die langjährige Forschung am
Vernagtferner.
Die 35-jährige Massenbilanzreihe, deren Summenkurve in Abb. 1 dargestellt
ist (Reinwarth und Escher-Vetter, 1999), weist zwei deutlich unterschiedliche
Abschnitte auf. Während im Zeitraum von 1964/65 bis 1979/80 Massengewinne
überwiegen und zu einer Zunahme der Gletschermasse von fast 2000 mm
w.e. (water equivalent) als spezifischem Wert führen, genügen
die sich anschließenden fünf negativen Bilanzen, um diesen
Zuwachs aufzuzehren. Seit 1985/86 führt eine Folge von z.T. stark
negativen Massenbilanzen (mit -1079 mm w.e. im Jahr 1990/91 als Maximum)
zu einem Gesamtverlust von - 8085 mm w.e., bezogen auf das Anfangsjahr
1964/65. Mit diesen Verlusten liefert der Vernagtferner die quantitativen
Angaben für die Gesamttendenz im Verhalten der meisten Alpengletscher,
die ebenfalls in den späten sechziger und frühen siebziger
Jahren Massengewinne verzeichneten, welche in den achtziger Jahren aufgezehrt
wurden. Dagegen sind die konkreten Zahlen selbst für benachbarte
Gletscher deutlich verschieden, was vor allem auf die topografischen Merkmale,
speziell die unterschiedliche Flächen-Höhenverteilung zurückzuführen
ist. So liegen die Massenverluste für den Hintereisferner, einen rund
fünf Kilometer entfernten Talgletscher für den Vergleichszeitraum
bei -14085 mm w.e., für den zwischen Hintereis- und Vernagtferner
gelegenen Kesselwandferner dagegen nur bei -440 mm w.e..
Zum Abschluss soll noch kurz auf die Ursachen dieser Entwicklung eingegangen
werden. Zwei Einflussfaktoren wurden bereits erwähnt, das sind die
Flächen-Höhen-Verteilung des Gletschers und die Strahlungsabsorption.
Letztere wird entscheidend beeinflusst von Art und Häufigkeit des
Niederschlags im Sommer. So sind die Jahre mit positiver Massenbilanz in
aller Regel weniger durch eine reichliche Schneerücklage aus dem Winter
verursacht, sondern viel mehr durch häufige Schneefälle im Sommer,
die immer wieder zu einer Albedoerhöhung führen und damit die
Abschmelzung zeitweilig reduzieren. Der Aggregatzustand des Niederschlags
hängt jedoch in erster Linie von der Temperatur ab. Abb.3a und 3b
zeigen die Entwicklung der Monatsmittel der Lufttemperatur für die
Monate Juli und August 1974-2000. Vor allem im Juli fällt die deutliche
Erhöhung zwischen den Werten der siebziger Jahre und den beiden nachfolgenden
Jahrzehnten auf. Nicht ganz so stark ausgeprägt findet sie sich im
August wieder. Die Analyse der täglichen Gletscherfotografien ergab
nun, dass der Niederschlag, der während der sechziger Jahre oberhalb
von 3000 m NN praktisch ausschließlich als Schnee fiel, im Juli 94,
95 und 99 und im August 91, 92, 94, 96 und 99 im gesamten Höhenbereich
ausregnete. Es war vor allem diese Entwicklung, die den starken Gletscherschwund
begünstigte, aber eben nicht durch den Temperaturanstieg an sich,
sondern auf dem "Umweg" über die Niederschlagsart. Dagegen spielen
Verdunstungsvorgänge keine dominierende Rolle bei der Ablation auf
den Alpengletschern, im Gegensatz zu den tropischen oder den zentralasiatischen
Gletschergebieten.
Die geodätischen, meteorologischen und hydrologischen Daten des Vernagtgebietes
bilden die Grundlage für das Schmelzwasserproduktions- und Abflussmodell
PEV, das mit einem Energiebilanzansatz auf einem Gitterraster von 100 m
Maschenweite alle Komponenten im Stundenschritt bestimmt. Dieses Modell
ist ausführlich dokumentiert bei Escher-Vetter (2000).
Literatur:
Heidi Escher-Vetter
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Übersicht Während 10 Wochen, vom 7. September bis zum
15. November 1999, wurde das Wetter im Alpenraum im Rahmen des Feldexperimentes
des Mesoscale Alpine Programme (MAP) besonders genau beobachtet. In drei
Zielgebieten war eine Vielzahl von zusätzlichen Beobachtungsinstrumenten
aufgebaut um Starkniederschläge und Föhn zu vermessen: In der
weiteren Umgebung des Lago Maggiore, im Rheintal und im Gebiet des Brennerpasses
(siehe Abbildung 1). Im Hauptquartier in Innsbruck wurden mit Unterstützung
der Projekt- und Koordinationszentren in Milano und Bad Ragaz die
Messeinsätze festgelegt und koordiniert.
Acht verschiedene wissenschaftliche Fragestellungen wurden während
dieser 10 Wochen unter günstigen Wetterbedingungen untersucht, und
das mit grossem Erfolg! Das Wetter liess sich tatsächlich in die Karten
schauen: Die Anzahl der eingetretenen Ereignisse übertraf für
7 der 8 zu untersuchenden Phänomene die klimatologische Erwartung.
So gab es im Rheintal 13 Föhntage gegenüber durchschnittlich
11 Tagen. Auf der Alpensüdseite traten an 12 Tagen starke Niederschläge
auf; zu erwarten gewesen wären nur 7. Insgesamt konnten 41 der insge
Erste Erkenntnisse in Bezug auf die Starkniederschläge Die diesjährigen Oktoberunwetter auf der Alpensüdseite
bestätigen die Relevanz der MAP Ziele in trauriger Weise. Am 14. Oktober
verursachte langanhaltender, intensiver Regen eine Erdrutschkatastrophe
mitten im Walliserdorf Gondo, was über ein Dutzend Menschenleben einforderte
und grossen Sachschaden verursachte. Die Regensummen übertrafen um
30 Prozent diejenigen, die im Herbst 1993 bei einer analogen Wetterlage
im gleichen Gebiet die
Auf der Skala des Alpenbogens hat man einen Mechanismus vorgeschlagen zur
Erklärung der häufig beobachteten Konzentration des Niederschlags
im Gebiet des Lago Maggiores, also im westlichen Teil der Alpensüdseite.
Die Erklärung basiert auf der Tatsache, dass ein Luftstrom unter gewissen
Bedingungen auf die beim Niederschlag freigesetzte latente Wärme angewiesen
ist, um über ein Gebirge strömen zu können. Ist jedoch nicht
genügend Feuchtigkeit vorhanden, wird die Strömung gezwungen,
sich einen Weg um das Gebirge zu suchen. In der Tat zeigt ein numerisches
Experiment, in dem die Alpen idealisiert werden durch eine gerade, in West-Ost-Richtung
ausgerichtete Barriere, für uniform gesättigte Südanströmung
eine entsprechende uniforme
"Dry MAP" Die "trockenen" Fragestellungen von MAP befassen
sich zur Hauptsache mit Föhn und mit dem sogenannten gap-flow. Während
für die Untersuchung des gap-flows -- auf Deutsch oft auch Düsenwind
genannt -- der Brennerpass ausgewählt wurde, studierte man den Föhn
im Dreiländereck Deutschland-Österreich-Schweiz, d.h., im unteren
Rheintal und in Vorarlberg. Im Vordergrund standen hier vor allem drei
Fragen:
Daneben ging es auch darum, lokale Phänomene
in den verschiedenen kleineren Tälern zu untersuchen.
Grundsätzlich gilt, wie nicht anders zu erwarten
war, dass Prozesse umso komplizierter werden, je detaillierter die Beobachtungen
sind. So hat sich gezeigt, dass die gegenseitige Beeinflussung und Überlagerung
der Strömungen aus verschiedenen Seitentälern das generelle Strömungsfeld
recht kompliziert machen. Interessant ist auch die Feststellung, dass die
Föhnströmung in kleineren Seitentälern oft früher einsetzt
als im Haupttal. Einfache physikalische Modelle dürften kaum in der
Lage sein, die komplexen Strömungsverhältnisse adäquat zu
beschreiben. Hingegen zeigt sich, dass das in MAP eingesetzte, hochauflösende
Modell MC2 bestimmte Eigenheiten der Strömung überraschend gut
wiedergibt.
Wie im Rheintal wurde das Wipptal, welches sich
gleichnamig sowohl südlich wie nördlich des Brennerpasses erstreckt,
mit einer Vielzahl von Messinstrumenten bestückt. Neben 35 automatischen
Bodenstationen, 3 Radiosonden und einem SODAR wurde im nördlichen
Wipptal ein Scanning Lidar aufgestellt, das Volumendaten der gap-flow-Strömung
im Tal vermessen konnte. Während mehrerer Föhnfälle wurden
zudem Flüge mit meteorologischen Forschungsflugzeugen durchgeführt,
wobei auf zahlreichen Höhenniveaus Längs- und Querprofile geflogen
wurden. Besonders spektakulär waren die Tiefflüge, wobei bis
zu einer Höhe von 300 m über dem engen, kurvigen Talgrund intensive
Turbulenzen von den Piloten fliegerische Höchstleistungen abverlangten.
Zusammen mit zahlreichen, aus den Flugzeugen abgeworfenen Dropsonden liegt
nun erstmals in der Geschichte ein nahezu "Talvolumen-füllendes" Datenmaterial
zur Untersuchung der Detailstruktur des gap flows im Wipptal vor.
Mesoscale Alpine Programme
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Föhnklassifikation oder Was haben wir in den letzten Jahrzehnten über den Föhn gelernt?Auch regionale Details wie das Aufspalten der Strömung in einen östlichen Ast Richtung Oberinntal und einen stärkeren westlichen Richtung Unterinntal beim Auftreffen der Südströmung auf die Nordkette wurden bereits in den dreißiger Jahren experimentell nachgewiesen.
Klimatologisch gesehen war der Herbst 1999 ein sehr günstiger Zeitraum
für dieses Feldmessprogramm. In den 70 Tagen der SOP wurden immerhin
29 Tage mit Föhn im Wipptal beobachtet, zusammengesetzt aus 15 Föhnperioden.
Die Zahl der Föhntage in Innsbruck im selben Zeitraum lag bei 16 und
somit deutlich über dem langjährigen Mittel 1906 - 1995 von 11
Föhntagen für dieselbe Periode.
Die vorläufigen Erkenntnisse:
Johannes Vergeiner
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Seit Beginn der 90er Jahre stehen für Deutschland
Daten von Blitzortungssystemen zur Verfügung. Aus diesen Daten lässt
sich die räumliche und zeitliche Verteilung der Gewitter ableiten.
Um dem Hörbarkeits-Kriterium nahezukommen, wurde ein Tag als Gewittertag
definiert, wenn in ~20km Entfernung ein Blitz erfasst wurde. Die resultierende
geographische Verteilung ist in Abb. 1 dargestellt.
Die jährliche Zahl der Gewittertage bewegt sich zwischen 22 Tagen
im nördlichen Teil des Gebietes und über 30 Tagen im Süden.
Beim Vergleich mit den durch Beobachter ermittelten Gewittertagen zeigt
sich eine gute Übereinstimmung in der geographischen Verteilung der
Maxima und Minima. Daneben treten deutliche Abweichungen auf, die zum einen
durch Einschränkungen der Hörbarkeit an den Beobachtungsstationen
und zum anderen durch die begrenzte Erfassungseffizienz des Blitzortungssystems
bedingt sind.
Ulli Finke
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Wie bereits im Heft 2/2000 der Mitteilungen berichtet,
gibt es auf verschiedenen Ebenen Aktivitäten zur Meteorologie in der
Schulausbildung. Über eine sehr erfreuliche Entwicklung gilt es von
der geplanten COST-Aktion zur Harmonisierung der Meteorologischen Schulausbildung
in Europa zu berichten. Zur Vorgeschichte: Basierend auf einem Entwurf
von Herrn Wehry aus dem Jahre 1998, erfolgte das Einreichen eines Aktionsvorschlags
beim Technical Committee (TC) on Meteorology von COST. Im Herbst 1999 bescheinigte
das TC diesem Vorschlag Entwicklungspotenzial. Nachfolgend fanden im März
2000 in Wien sowie im August 2000 in Berlin Expertentreffen zur Abrundung
des Vorschlags statt. Bei seinem Treffen im Oktober 2000 fand dieser beim
TC Zustimmung und wurde dem COST Committee of Senior Officials (CSO) zur
Annahme empfohlen.
Arne Spekat
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Wer meteorologische Nachwuchspflege betreibt, muss nicht nur die heranwachsenden Talente ansprechen - es gilt auch, Lehrer zu motivieren, damit in den Schulen entsprechende Förderung möglich ist. Eine weitere Aktivität, über die wir im Heft 2/2000 der Mitteilungen berichteten, wird nun Wirklichkeit! Gemeinsam mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) wird vom 25.-29. Juni 2001 in Bad Honnef eine Sommerschule Physikalische Aspekte der Meteorologie stattfinden. Nebenbei: Ich hatte am 8.11.2000 Gelegenheit, in eindrucksvoller Weise zu erleben, wie die DPG zu Berlin einen großen Physik-Hörsaal zu einer 2 1/2-stündigen Veranstaltung für Schüler (!) mit Preisverleihung füllte. Nachwuchsarbeit, engagiert betrieben, ist weder
trocken noch fruchtlos.
Sekretär DMG Inst. f. Meteorologie Carl-Heinrich-Becker-Weg 6-10 12165 Berlin dmg@bibo.met.fu-berlin.de |
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Was viele nicht mehr geglaubt haben, wird doch
wahr: Noch in diesem Jahr wird der Druckauftrag für das nächste
Heft von Promet erteilt werden. Da das in dieser Ausgabe behandelte Thema
derart umfangreich ist, mußten die einzelnen Beiträge auf 2
Hefte verteilt werden:
Wer erhält Promet ? Da Promet eine Fortbildungszeitschrift des Deutschen
Wetterdienstes (DWD) ist, wird sie kostenfrei verteilt an:
Um es nochmals deutlich auszusprechen: Promet erhält nicht kostenfrei vom DWD:
In der DMG-Mitgliederliste ist bei jedem Mitglied notiert, ob es Promet beziehen möchte. Da diese Liste sicherlich nicht mehr aktuell ist - das letzte Heft von Promet erschien 1997 - bitte ich alle DMG-Mitglieder, die nicht den o.a. Personengruppen (1) bis (3) angehören und die unsicher sind, ob bei ihnen ein Bezugswunsch notiert ist, mir dies schriftlich mitzuteilen. Ihr Schreiben (Postkarte genügt) richten Sie bitte an: Dr. Hein Dieter Behr, Ollnsstraße 172, 25336 Elmshorn. Selbstverständlich kann Promet auch käuflich erworben werden. In diesem Fall richten Sie Ihre schriftliche Bestellung an: Deutscher Wetterdienst, Bibliothek, Postfach 10 04 65, 63004 Offenbach. Hein-Dieter Behr
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Im September 2001 findet unsere Meteorologentagung bekanntlich als Deutsch-Österreichisch-Schweizerische Tagung unter dem klangvollen Namen DACH-MT in Wien statt; die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik begeht 2001 ihr 150-jähriges Jubiläum - Grund genug, gemeinsam zu feiern. Inzwischen sind Koordinatoren für die einzelnen Themen benannt, Tagungsankündigungen gedruckt und Webseiten produziert worden. Ich nutze diese Gelegenheit, Sie auf die Internetseite der DACH-Tagung aufmerksam zu machen, die seit Neuestem auch Themen, Koordinatoren und Kurzbeschreibungen für Sie bereithält. An die Kollegen, die sich mit einem Beitrag auf der DACH-Tagung vorstellen wollen, sei appelliert, mit diesem nicht mehr zu zögern, wir möchten Anfang 2001, im Jänner, wie es so schön heisst, das Programm zusammenstellen. Außerdem weise ich darauf hin, dass auch Anmeldungen, die im Vorfeld der Tagung erfolgen mit einer geringeren Teilnahmegebühr honoriert werden. Sie finden die Web-seiten der DACH-Tagung unter http://www.zamg.ac.at/~DACH2001 Arne Spekat
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ZV Hamburg (1998-2000)
Vorstand des ZV Hamburg Vorsitzender
Stellvertr. Vorsitzender
Beisitzer
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Der Zweigverein Leipzig, als kleinster ZV der DMG,
konnte seine Mitgliederzahl im Jahr 2000 halten. Der Stand am 15.11.00
betrug 102 Mitglieder.
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Regelmäßiger Austausch von Wetterdaten,
verfasst von Lehrern und Schülern? Eine solche Aktivität wurde
unter dem Namen MetNetEurope erstmals Anfang 1998 von der Royal Meteorological
Society ins Leben gerufen. Ein Jahr später wurde, wegen des großen
Zuspruchs, dieses Projekt wiederholt - fortan hieß es MetLinkInternational
und fand unter Beteiligung von 26 Schulen weltweit statt. Es wurde beschlossen,
dass regelmäßig im Januar und Februar eines Jahres eine neue
MetLinkInternational-Phase stattfindet. Nebenbei: einen weltweit günstigen
Zeitrahmen zu finden ist nicht trivial, denn irgendwo sind immer Ferien
oder Prüfungen.
Arne Spekat
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Das Goethejahr zum Gedenken an seinen 250sten Geburtstag
liegt hinter uns. Wenn ich in den Mitteilungen 1/2000 die Schilderung des
Einflusses Goethes auf die Entwicklung der Meteorologie durchsehe, so ist
offenbar diese für uns Meteorologen bedeutsame Bemerkung völlig
untergegangen. Dabei liegen in den DWD- und DMG-Archiven ausreichende
Hinweise darauf vor (2,3,4). Ich will daher nachfolgend eine Wiederbelebung
versuchen.
Literatur: Wolfgang Herwig (Hrg.): Aus "Goethe's
Gespräche...", Bd. III/1, Artemis Verlag, 1969.
Ludwig Weickmann
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| Untersuchungen über
die Rolle des Menschen im Hinblick auf die Erwärmung der Erdatmosphäre
Globale Klimaänderungen können inzwischen
anhand einer Reihe von Analysen klimatologischer Beobachtungsdaten wissenschaftlich
belegt werden. Inwieweit die bereits nachgewiesenen Klimaänderungen
auf menschliche Einflüsse zurückzuführen sind, ist jedoch
nach wie vor Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen.
Neue Forschungsergebnisse der Universität Frankfurt am Main im Auftrag
des Umweltbundesamtes ergeben neue Indizien dafür, dass der Mensch
das Klima maßgeblich beeinflussen kann. Die Ergebnisse wurden mit
einer neuen statistischen Berechnungsmethode erhalten. Grundlage der Studie
"statistische Analysen zur Früherkennung globaler und regionaler Klimaänderungen
auf Grund des anthropogenen Treibhauseffektes" sind lange Beobachtungsdaten
der letzten 100 bis 200 Jahre, mit verschiedenen räumlichen Skalenbereichen
in Monatsauflösung der bodennahen Mittel- und Extremtemperatur, des
Niederschlags, des Wasserpartialdrucks und des Luftdrucks. Es wird hier
ein alternativer Ansatz zu den bekannten Klimamodellrechnungen mit ihren
Unsicherheiten gesehen. Die Studie bezieht neben den Treibhausgasen alle
weiteren wichtigen Einflüsse auf das Klima ein. Dazu zählen der
Schwefeldioxidausstoss - als weiterer, auf menschliche Aktivitäten
zurückgehender Klimafaktor -, der Vulkanismus, die Sonnenaktivität,
das El-Niño-Phänomen und die Nordatlantik-Oszillation. Die
empirisch-statistische Methodik ist komplex. Mit dem statistischen Modell
kann bestimmt werden, welcher Klimafaktor sich am meisten in den Klimabeobachtungsdaten
widerspiegelt, welcher auf Rangplatz zwei steht und so weiter.
Quelle: UBA-Pressemitteilung 24/2000 sowie ZS UMWELT 7/8 2000 |
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Aus Mitteln des BMU wurde vom UBA ein Projekt der Umweltberatung mit dem Thema "Vernetzung kommunaler Klimaschutzaktivitäten mittels Internet in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen und der Stadt" unter der Trägerschaft des Vereins Klima Bündnis e.V. gefördert. Im Rahmen des Projektes wurde eine Sammlung von Internetseiten eingerichtet, die das vielfältige Bemühen um Klimaschutzziele, Klimaschutz auf nationaler und internationaler Ebene sowie konkrete Maßnahmen und Projekte widerspiegelt. Es sind viele Verbindungen zu anderen Organisationen zu finden. Eine Aktualisierung entsprechend der sich fortentwickelnden Klimaschutzlandschaft wird vom Verein Klimabündnis e.V. kontinuierlich vorgenommen. Das Internetangebot ist unter www.klimaschutz.de zu erreichen. Quelle: ZS UMWELT 7/8 2000 |
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Klimaänderung, globale Erwärmung und
das Klimaprotokoll von Kyoto-Verhandlungsthemen der 6. Vertragsstaatenkonferenz
(6th Conference of the Parties, kurz COP 6) vom 13. bis 24. November in
Den Haag. Das UBA hat Informationen zur COP 6 in Form von Links zusammengestellt.
Quelle: UBA Pressemitt. Nov. 2000 |
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Das "German Environmental Information Network", kurz GEIN genannt, ist eine Suchmaschine der besonderen Art: Das Informationsnetz umfaßt 50 000 Webseiten, in dem erstmals Daten von 48 Anbietern aus Bund und Ländern zusammengeführt sind. Über GEIN kann man beispielsweise auf die bundesweit vorhandenen Umweltdatenkataloge zugreifen, in den Umweltliteratur- und Umweltforschungsdatenbanken des UBA surfen, einen Blick in die Seiten des Bundesumweltministeriums, des Bundesamtes für Naturschutz oder des Bundesamtes für Strahlenschutz werfen. durch das Geografische Informationssystem oder den Umwelt-Objekt-Katalog navigieren. Die Suchmaschine liefert hierbei nicht nur reine Sachinformation zum Thema, sondern es gibt auch Hinweise auf weiterführende Informationsangebote. Das Umweltinformationssystem ist gleichermaßen für Laien wie auch für Fachleute geeignet. Die bei Bund und Ländern vorhandenen Datenbestände werden erstmals unter einem virtuellen Dach zusammengefaßt und mit speziellen Hilfsmitteln zugängig gemacht. Das Umweltinformationsnetz ist unter www.gein.de zu erreichen. Quelle: ZS UMWELT 7/8 2000 |
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Nachfolgend werden einige Äußerungen zum Inhalt und Layout der MITTEILUNGEN DMG wieder gegeben. Die Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Redaktion überein. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen. Alter Wein in neuen Schläuchen Zur Diskussion über die "Meteorologie in der
Schulausbildung" in den Mitteilungen in DMG 2/2000 ist folgendes
zu bemerken:
Dr. Wilfried Schröder
Zufallsgebrochene Determination Zu der von Prof. Treder in den Mitteilungen DMG 3/2000 kurz besprochenen Arbeit von H. Ertel (1954) "Kausalität, Teleologie und Willensfreiheit als Problemkomplex der Naturphilosophie" (von W. Schröder zusammen mit Beiträgen von Fortak, Bernhardt, Böhme und Horz erneut herausgegeben) möchte ich einige Anmerkungen machen: So verdienstvoll und beachtlich diese Arbeit vor einem knappen halben Jahrhundert auch war, so bedarf sie meines Erachtens heute wohl doch einer korrigierenden Ergänzung. Wenn man z. B. die in der Treder'schen Besprechung erwähnten in Wechselwirkung stehenden beiden Teilsysteme (Partial-und Komplementärsystem) betrachtet, so ist ein jedes Teilsystem selbst dann nicht eindeutig in seiner Entwicklung determiniert, wenn der "Anfangs- oder Folgeparameter" des anderen Teilsystems gegeben ist; es liegt dann vielmehr lediglich eine "zufallsgebrochene" Determination vor - allenfalls eine Wahrscheinlichkeitsaussage zulassend -, bedingt durch die zufälligen Vorgänge im atomaren Bereich. Dass diese sich sehr wohl auch im "Makroscale" auswirken, soll mit einem Beispiel kurz belegt werden: etwa 10-6 s nach dem Urknall erfolgte bei T = 1013 K die "Vernichtungsschlacht" zwischen Materie und Antimaterie (zwischen Quarks und Antiquarks), die bei einem Zusammenprall paarweise verschwanden und in Photonen verwandelt abgestrahlt wurden. Auf Grund einer (wohl noch nicht ganz verstandenen) Asymmetrie blieb allerdings auf 1 Milliarde Photonen ein Materieteilchen ohne korrespondierendes Antimaterieteilchen übrig, die Materie unserer Welt. Diese Teilchen sind völlig zufällig, jedenfalls nicht homogen, verteilt. So "verklumpen" sie z.B. an manchen Stellen, woraus sich bei der folgenden Expansion des Universums unter der Wirkung der Gravitation unwillkürlich verteilte Sterne, Galaxien und Galaxienhaufen bilden. Deren Größen, Positionen, Entfernungen usw. hängen ersichtlich von den anfänglichen, rein zufälligen Inhomogenitäten ab. So setzt die Zufälligkeit aus den kleinstmöglichen Scale selbst bis zum größtmöglichen durch und "bricht" die Determination im klassischen Sinne. Er scheint evident zu sein, dass die "Zufallsbrechung" der Determination auch bei der Diskussion des Problems der Willensfreiheit einer Berücksichtigung bedarf. Auch diese hat ja Ertel in der o.a. Abhandlung angesprochen. Prof. Dr. Friedrich Wippermann
Neue Mitteilungen Neben vielen positiven Äußerungen und konstruktiven Vorschlägen von Mitgliedern zur Umgestaltung der MITTEILUNGEN DMG nachfolgend zwei Lesermeinungen: Seit einigen Jahren bin ich nun Mitglied der DMG
und lese auch regelmässig die erscheinenden Mitteilungen. Es wird
darin generell über ein weites Feld der Meteorologie berichtet und
viele der Beiträge sind sehr interessant.
Dr. Birgit Wehner
Ich bedauere sehr, dass Sie die Aufmachung der Mitteilungen der DMG so verändert haben, dass man sie nun nicht mehr auf Anhieb erkennt. Was soll das nur? Es gibt so viele bunte Blätter, aber es gab nur ein gelbes Heft - wenigstens in meinem Stapel. Als ich neulich mit VDM-Kollegen darüber sprach, war die Ablehnung allgemein. ... und Weiß ist geradezu nichtssagend. Im übrigen denke ich, würde es dem Erhalt der Umwelt eher entsprechen, wenn Recycling-Papier verwendet würde. Wolfgang Klockow
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Zum 100. Geburtstag von Dr. Fritz Schnelle Geboren 12.12.1900 Gestorben 29.07.1990 Der 100. Geburtstag von Dr. Fritz Schnelle sei
Anlass, nochmals an das Lebenswerk des Begründers der deutschen Agrarmeteorologie
und Phänologie zu erinnern.
Frank-M. Chmielewski
DMG-Ehrenmitgliedschaft für Dr. Joachim Küttner Am 19. Juli 2000 wurde feierlich der 100. Geburtstag
des Zugspitz-Observatoriums begangen. Eine Gruppe bekannter Meteorologen,
Beobachter-Veteranen und Repräsentanten versammelte sich im kleinen
Gipfelgebäude. Bei diesem Anlass erhielt Joachim Küttner, der
bereits Ehrenmitglied in American Meteorological Society ist die Ehrenmitgliedschaft
der DMG. Im Bild sehen Sie die Übergabe der Urkunde durch Herrn Dr.
Winkler. Verbunden mit dieser Ehrung ist ein weiteres Souvenir: die berühmte
Zugspitz-Krawatte.
Joachim Küttner hatte das Observatorium auf Deutschlands höchstem
Gipfel im August 1945 wieder funktionsfähig gemacht - es war ja bei
Kriegsende schwer verwüstet worden. Noch viele Jahre war Küttner
Leiter des Observatoriums, bevor er in die USA zur Gruppe von Wernher von
Braun berufen wurde. Er wurde zu einer zentralen Figur im Mercury-Projekt.
Ludwig Weickmann
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Die Beiträge zur Physik der Atmosphäre
und die Meteorologische Zeitschrift wurden in diesem Jahr zusammengeschlossen.
Die Meteorologische Community hat dies ganz offenkundig begrüßt.
Die bisher erschienenen Hefte haben überall Anklang gefunden. Die
Herausgeber danken allen Abonnenten und allen Autoren, die ihre Manuskripte
der Meteorologischen Zeitschrift anvertraut haben oder die als Reviewer
die Arbeiten begutachteten.
In den letzten Heften dieses Jahres sind in der Meteorologischen Zeitschrift
noch deutschsprachige Arbeiten zu finden, die schon vor einiger Zeit angenommen
wurden. In Zukunft wird aber der internationale Charakter der Meteorologischen
Zeitschrift noch verstärkt, weshalb nur englischsprachige Arbeiten
erscheinen sollen. Eine Ausnahme werden die Buchbesprechungen deutscher
Publikationen sein.
Michael Kerschgens (Chief-Editor)
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Stand: 16. Januar 2001, Webimplementierung: A. Spekat